by Friedrich Heinrich Karl, Freiherr de La Motte-Fouqué (1777 - 1843)
Zur Sommerszeit
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Language: German (Deutsch)
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Zur Sommerszeit, Da schlagen weit Die liebbegehr'nden Herzen, Im Morgengrau, Im Mittagsblau, Bei lichten Sternenkerzen; Und blickt der liebe Mond darein, Da wird's ein himmlisch Sehnen, Ein Freudenquell aus Thränen, Aus Scheidegruß ein Hoffnungschein. Wenn's Einen trifft, Daß er umschifft Der Liebe grüne Inseln, Und ihm zerschellt Am Eis der Welt Sein Schiff, -- wozu das Winseln? Der Mond beglänzt den Wellenlauf, Der Schiffer ist verschollen, Wo seine Thränen quollen, Blüh'n hell am Strande Rosen auf. O Rosen blüht, O Blicke glüht, Schlingt euch in süße Bande. Wer Klippen mied, Stimm' an ein Lied, Geh' froh gesellt am Strande. Manch Lieben ist so hoch und klar, Daß auch aus Wellenringen Versunkne Schiffer singen: Glück auf, Glück auf dem sel'gen Paar!
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View text with all available footnotesConfirmed with Der Zauberring. Ein Ritterroman von Friedrich Baron de La Motte Fouqué, Erster Theil, Braunschweig: C.A. Schwetschke und Sohn (M. Bruhn), 1865, page 194
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- by Friedrich Heinrich Karl, Freiherr de La Motte-Fouqué (1777 - 1843), no title [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website: 2015-11-26
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