by Paul Heyse (1830 - 1914)
Wie trag' ich doch im Sinne
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Language: German (Deutsch)
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Wie trag' ich doch im Sinne So wunderfrohen Muth! Das kommt von süßer Minne, Die heimlich brennen thut. Dadraußen lacht der Mai, Nun geht's ans Wandern frei; Und böt' man hundert Gulden mir, Ich wär' nicht mit dabei. Mein Schatz hat lichte Haare Und Wänglein weiß und roth; Von ihr will ich nicht fahren, Es scheid' uns denn der Tod. In aller weiten Welt Mir nichts so wohl gefällt; Seit ich mein'n Schatz zuerst erschaut, Ist's Wandern mir vergällt. Drei Wochen nach Michaele Geht's an ein lustig Frei'n. So froh mag keine Seele Auf dieser Erde sein. Ein eigen Haus und Herd Ist Kaiserkronen werth, Und kommt mir je das Wandern an, Ich mach' schon zeitig Kehrt.
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View text with all available footnotesConfirmed with [Paul Heyse], Der Jungbrunnen: Neue Märchen von einem fahrenden Schüler, Berlin: Verlag von Alexander Duncker, Königl. Hofbuchhändler, 1850, page 94.
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Text Authorship:
- by Paul Heyse (1830 - 1914), no title, appears in Der Jungbrunnen: Neue Märchen von einem fahrenden Schüler, in Das Märchen von Musje Morgenroth und Jungfer Abendbrod, first published 1850 [author's text checked 2 times against a primary source]
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