by Paul Heyse (1830 - 1914)

Wie trag' ich doch im Sinne
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): ENG
Wie trag' ich doch im Sinne
So wunderfrohen Muth!
Das kommt von süßer Minne,
Die heimlich brennen thut.
[Dadraußen lacht der Mai]1,
Nun geht's ans Wandern frei;
Und böt' man [hundert Gulden]2 mir,
Ich wär' nicht mit dabei.

Mein Schatz hat lichte Haare
[Und]3 Wänglein weiß und roth;
Von ihr will ich nicht fahren,
Es scheid' uns denn der Tod.
In aller weiten Welt
Mir nichts so wohl gefällt;
Seit ich mein'n Schatz zuerst erschaut,
Ist's Wandern mir vergällt.

Drei Wochen nach [Michaele]4
[Geht's an]5 ein lustig Frei'n.
So froh mag keine Seele
Auf dieser Erde sein.
Ein eigen Haus und Herd
[Ist]6 Kaiserkronen werth,
Und kommt mir je das Wandern an,
Ich mach' schon zeitig Kehrt.

About the headline (FAQ)

View original text (without footnotes)

Confirmed with [Paul Heyse], Der Jungbrunnen: Neue Märchen von einem fahrenden Schüler, Berlin: Verlag von Alexander Duncker, Königl. Hofbuchhändler, 1850, page 94.

1 Kahn: "Im Walde lacht der Maie"
2 Kahn: "tausend Kronen"
3 Kahn: "Hat"
4 Kahn: "Michele"
5 Kahn: "Da giebt's"
6 Kahn: "Sind"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2019, (re)printed on this website with kind permission


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]

This text was added to the website: 2009-04-01
Line count: 24
Word count: 117