by Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)
Du kommst und gehst. Die Türen fallen
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Language: German (Deutsch)
Du kommst und gehst. Die Türen fallen Viel sanfter zu, fast ohne Wehn. Du bist der Leiseste von allen, die durch die leisen Häuser gehen. Man kann sich so an dich gewöhnen, dass man nicht aus dem Buche schaut, wenn seine Bilder sich verschönen, von deinem Schatten überblaut; weil dich die Dinge immer tönen, nur einmal leis und einmal laut. Oft wenn ich dich in Sinnen sehe, verteilt sich deine Allgestalt: du gehst wie lauter lichte Rehe. und ich bin dunkel und bin Wald. Du bist ein Rad, an dem ich stehe: von deinen vielen dunklen Achsen wird immer wieder eine schwer und dreht sich näher zu mir her, und meine willigen Werke wachsen von Wiederkehr zu Wiederkehr.
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- by Rainer Maria Rilke (1875 - 1926), "Du kommst und gehst", written 1899, appears in Das Stundenbuch, in 1. Das Buch vom mönchischen Leben , no. 45, first published 1905 [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Linda Godry
This text was added to the website: 2007-06-25
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