by Johann Ludwig Uhland (1787 - 1862)
Der Jüngling steht auf dem Verdeck
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
Der Jüngling steht auf dem Verdeck, Sieht seine Schiffe fahren, Die Sonne strahlt, es spielt die Luft Mit seinen goldnen Haaren. Das Ruder schallt, das Segel schwillt, Die bunten Wimpel fliegen, Meerfrauen mit Gesang und Spiel Sich um die Kiele wiegen. Er spricht: "Das ist mein Königreich, Das frei und lustig streifet, Das um die träge Erde her Auf blauen Fluten schweifet." Da ziehen finstre Wolken auf Mit Sturm und mit Gewitter. Die Blitze zucken aus der Nacht, Die Maste springen in Splitter. Und Wogen stürzen auf das Schiff, So wilde, Bergen gleiche; Verschlungen ist der Königssohn Sammt seinem lust'gen Reiche.
About the headline (FAQ)
View text with all available footnotesText Authorship:
- by Johann Ludwig Uhland (1787 - 1862), no title, appears in Der Königssohn, no. 2 [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Researcher for this page: Malcolm Wren [Guest Editor]
This text was added to the website: 2009-03-19
Line count: 20
Word count: 103