by Heinrich Heine (1797 - 1856)
Die Jungfrau schläft in der Kammer
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Language: German (Deutsch)
Our translations: FRE
Die Jungfrau schläft in der Kammer, der Mond schaut zitternd hinein; da draußen singt es und klingt es, wie Walzermelodein. "Ich will mal schaun aus dem Fenster, wer drunten stört meine Ruh." Da steht ein Totengerippe, und fiedelt und singt dazu: "Hast einst mir den Tanz versprochen, und hast gebrochen dein Wort, und heut ist Ball auf dem Kirchhof, komm mit, wir tanzen dort." Die Jungfrau ergreift es gewaltig, es lockt sie hervor aus dem Haus; sie folgt dem Gerippe, das singend und fiedelnd schreitet voraus. Es fiedelt und tänzelt und hüpfet, und klappert mit seinem Gebein, und nickt und nickt mit dem Schädel unheimlich im Mondenschein.
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View text with all available footnotesNote: Lachner's setting includes a flauto obbligato part so the words "fiedelt" (two occurrences) and "fiedeln" may be replaced with "pfeift" and "pfeifend" respectively.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Buch der Lieder, in Die Heimkehr, no. 22 [author's text checked 1 time against a primary source]
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