by Johann Nepomuk Vogl (1802 - 1866)
Language: German (Deutsch)
Es macht sich jeder seine Welt, wie sie ihm eben wohlgefällt; so mach' ich mir die meine beim Weine. Bei Frauenlieb' und Häuslichkeit erträumt sich der die gold'ne Zeit; Glück auf, ich such' die meine beim Weine. Der And're wähnt sein Glück und Ruhm, rauft sich mit aller Welt herum; gern gönn' ich dem das Seine beim Weine. Ein Dritter ist dem Geld nur hold, der will nur Gold und sucht nur Gold. Ich such' mein Gold, das reine, beim Weine. Ein Vierter lebt nur bloß der Kunst, dem ist sonst alles and're Dunst. Respekt der Kunst - nur keine beim Weine! Ein Fünfter nur in Sternen reist, der schätzt sonst wieder nichts als Geist; auch ich, schätz' den vom Rheine beim Weine. So macht sich jeder seine Welt und meint am besten sei's bestellt, gerade wie ich's meine beim Weine.
Composition:
- Set to music by Wilhelm Speyer (1790 - 1878), "Beim Wein", op. 59, Heft 3 no. 5, from Sechs Gesellschaftslieder aus den Blätter und Trauben von J. N. Vogl, drittes Heft, no. 5
Text Authorship:
- by Johann Nepomuk Vogl (1802 - 1866), "Beim Wein", appears in Blätter und Trauben: Lieder für heitere Kreise
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Researcher for this page: Johann Winkler
This text was added to the website: 2026-06-17
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