Begegnung
Language: German (Deutsch) 
 Ich wandert' in der Frühlingszeit, 
Fern auf den Bergen gingen 
Mit Geigenspiel und Singen 
Viel' lust'ge Hochzeitsleut', 
Das war ein Jauchzen und Klingen! 
Es blühte rings in Thal und Höh'n, 
Ich konnt' vor Lust nicht weitergeh'n. 

Am Dorfe dann auf grüner Au 
Begannen sie den Reigen 
Und durch den Schall der Geigen 
Lacht' laut die junge Frau, 
Ihr Stimmlein klang so eigen, 
Ich wußte nicht, wie mir gescheh'n  --  
Da wandt' sie sich in wildem Dreh'n. 

Es war mein Lieb!   's ist lange her, 
Sie blickt' so ohne Scheue, 
Verloren ist die Treue, 
Sie kannte mich nicht mehr  --  
Da jauchzt' und geigt's auf's neue, 
Ich aber wandt' mich fort in's Feld, 
Nun wandr' ich bis an's End' der Welt!   

Confirmed with Karl Joseph Benedikt von Eichendorff, Gedichte, Berlin: Duncker und Humblot, 1837. Appears in Frühling und Liebe , page 271.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Melanie Trumbull

This text was added to the website: 2019-11-15
Line count: 21
Word count: 119