by Robert Reinick (1805 - 1852)
Translation

Wiegenlied im Winter
Language: German (Deutsch)  after the German (Deutsch) 
Available translation(s): ENG
Schlaf' ein, mein süßes Kind,
Da draußen geht der Wind.
Er pocht Fenster und schaut hinein,
Und hört er wo ein Kindlein schrei'n,
Da schilt und summt und brummt er sehr,
Holt gleich sein Bett voll Schnee daher,
Und deckt es auf die Wiegen,
Wenn's Kind nicht still will liegen.
 
Schlaf' ein, mein süßes Kind,
Da draußen geht der Wind,
Er rüttelt an dem Tannenbaum,
Da fliegt heraus ein schöner Traum,
Der fliegt durch Schnee und Nacht und Wind
Geschwind, geschwind zum lieben Kind,
Und singt von Licht und Kränzen,
Die bald am Christbaum glänzen.
 
Schlaf' ein, mein süßes Kind,
Da draußen bläst der Wind.
Doch ruft die Sonne: "Grüß euch Gott!"
Bläst er dem Kind die Backen rot,
Und sagt der Frühling: "Guten Tag!"
Bläst er die ganze Erde wach,
Und was er still gelegen,
Springt lustig allerwegen.
Jetzt schlaf', mein süßes Kind,
Da draußen bläst der Wind!

H. Wolf sets stanzas 2-4

The text shown is a variant of another text.
It is based on

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

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  • ENG English (Sharon Krebs) , "Lullaby in winter", copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission


Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

Text added to the website: 2015-07-03 00:00:00
Last modified: 2015-07-03 13:00:57
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