by Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)

Junge Fischerin
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): ENG
Des Morgens still ich träume
und schau' den Wolken nach,
wenn leise durch die Bäume
zittert der junge Tag. 

Die Nebel wogen und wallen,
das Frührot drüber hin. 
O niemand weiß von allen,
daß ich so traurig bin. 

Die See wogt kühl und leise
vorbei ohne Rast und Ruh',
mir schauert eigner Weise.
Ich drücke mir die Augen zu. 

Mag nicht die Nebel sehn --
Lauert der Tod darin? 
Ach! Niemand kann verstehen,
was ich so zage bin.

Mit meinen tränenfeuchten Augen
such' ich dich. 
Im Frührot seh' ich's leuchten,
ja du grüßest mich. 

Du kommst durch Nebelhüllen,
reitest auf dem Wind. 
du kommst, das Herz zu stillen,
stillen dem armen Fischerkind.

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Available translations, adaptations, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , title 1: "The young fisher-maiden", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission


Researcher for this text: John Versmoren

This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
Line count: 24
Word count: 111