by Gustav Pfizer (1807 - 1890)

Der Junggesell
Language: German (Deutsch) 
Ich bin ein leichter Junggesell
  Und wandre durch die Welt,
Nomaden gleich, erbau' ich schnell
  Und breche ab mein Zelt.

Wohl träumt mir oft, es hab' ein Weib
  Sich an mein Herz geschmiegt,
Ich hab' im süßen Zeitvertreib
  Ein holdes Kind gewiegt.

Doch weg den Traum! ich bin erwacht,
  Er hat gar lang gewährt,
So lang, daß er bei Tag und Nacht
  Mir immer wiederkehrt.

Der Ausgang liegt mir stets im Sinn:
  Zum Grabe feucht und kalt
Trug man die schöne Mutter hin;
  Das Kind dann welkte bald!

Der ganze Traum ist nun vorbei;
  Mein Auge wusch ich hell,
Durchwandre wieder leicht und frei
  Die Welt als Junggesell.

Zwei Locken aber, wunderbar
  Vom Traum mir blieben sind;
Die braune von der Mutter Haar,
  Die blonde von dem Kind.

Schau' ich die goldne Locke an, 
  So bleicht das Abendroth;
Und seh' ich auf die dunkle dann, 
  So wünsch' ich mir den Tod.

G. Hölzel sets stanzas 1-2, 5-7

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Confirmed with Gedichte von Gustav Pfizer. Neue Sammlung, Stuttgart, Verlag von Paul Reff, 1835, pages 160-161.


Authorship:

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):

Settings in other languages, adaptations, or excerpts:

  • Also set in English, a translation by Henry Wadsworth Longfellow (1807 - 1882) , "The two locks of hair", appears in Ballads and Other Poems, first published 1842 ; composed by Michael William Balfe, John Blockley, Procida Bucalossi, Lady Henry Carew, J. Balisir Chatterton, Jr., Alfred E. Houfe, Francis Romer, H. E. Stewart, T. A. Wallworth.

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , John H. Campbell , Johann Winkler

This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
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