Tharands Ruinen
Language: German (Deutsch) 
Nur wer die Trennung kennt, versteht das Sehnen,
An der Geliebten ewig fest zu hangen,
Und Lebensmuth aus ihrem Aug' zu trinken;
Er kennt das schmerzlich selige Verlangen,
Dahin zu schmelzen in ein Meer von Thränen,
Und aufgelöst in Liebe zu versinken! -
Wie mir die Bilder winken,
Die alten! - Ach, sie nahen, um zu fliehen! -
Was hilft das Thal mit seinen grünen Gluthen,
Die Strahlen, welche golden niederfluthen,
Ich seh' nur Geister mich zum Abgrund ziehen! -
Wozu soll ich die goldnen Blüthen pflücken,
Darf ich doch nimmer das Geliebte schmücken.

Confirmed with Zacharias Werner's ausgewählte Schriften. Aus seinem handschriftlichen Nachlasse herausgegeben von seinen Freunden. Erster Band. Einzig rechtmäßige Original-Gesammtausgabe in 12 Bänden. Grimma, Verlags-Comptoir. 1840, pages 135-136.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

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Set in a modified version by Franz Peter Schubert.


Researcher for this text: Peter Rastl [Guest Editor]

This text was added to the website: 2019-01-30
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Word count: 94