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by Johann Baptist Rousseau (1802 - 1867)

O zweifle nicht, ob ich dich liebe!
Language: German (Deutsch) 
O zweifle nicht, ob ich dich liebe!
Der Quelle, der rein vom Herzen bricht,
rinnt in dem Strom der Welt nicht trübe:
O zweifle nicht, o zweifle nicht!

Wird denn das Heiligste der Seele
der Zeit und ihrer Flüge Raub?
Der Leib gehört der Erdenhöhle,
die Seele überlebt den Staub.

Nicht für des Daseins kurze Weile
hat diese Brust für dich gefühlt;
sie trägt den Schmerz von ihrem Pfeile,
bis ihn des Himmels Balsam kühlt.

Für steter Trennung herbe Leiden,
für der Entsagung Todespein
und gegen Mächte, welche scheiden,
soll dort ein Land des Friedens sein.

Du lehrtest mich nach Oben blicken,
du zeigtest mir die bess're Welt,
wo Dornen nicht die Schläfe drücken,
wo keine blut'ge Träne fällt.

O, nicht zu lange währt das Warten,
bis diese Ahnung Wahrheit wird!
Kaum blätterlos, erblüht der Garten,
wo die verlass'ne Taube girrt.

Ein neuer Stern glänzt in den Höhen,
wenn hier ein Herz aus Liebe bricht.
Was sich geliebt, kann nicht vergehen,
o zweifle nicht, o zweifle nicht!

A. Spaeth sets stanzas 1-4, 6-7

About the headline (FAQ)

Authorship:

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):


Researcher for this text: Johann Winkler

This text was added to the website: 2020-10-19
Line count: 28
Word count: 167