by Sándor Petőfi (1823 - 1849)
Translation possibly by Theodor Opitz (1820 - 1896)

Wie das Raubkorn, das fortgefegt
Language: German (Deutsch)  after the Hungarian (Magyar) 
Wie das Raubkorn, das fort fegt der Wind,
fliegt dahin zu Ross der Bursch geschwind.
„Woher denn so eilig, Vetter, sprich!“
„Von der Pussta mit dem Pferd komm' ich.
Das Gestüte weidet wiehernd dort;
stahl ein braunes Füllen davon fort.
Ist der Markt zu Tur nicht ferne schon;
dahin reit' ich armer Pusstasohn!“
„Nicht so, guter Landsmann, so nicht, nein!
Geb' er nur zurück das Pferd, das mein!
Mein die Herde, welche weidet dort;
mir gestohlen hat Er's Füllen fort.“
Doch es achtet' d'rauf nicht der Betyár,
der hinweg schon eine Strecke war.
Aber um zu trösten doch den Herrn,
dreht er um sich, ruft ihm zu von fern:
„Macht Euch aus dem Schaden gar nichts doch!
Habt genug auch so der Pferde noch;
ach, nur ein Herz hatte diese Brust hier,
dieses auch stahl Eure Tochter mir!“

Authorship

Based on

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

  • by Ludwig Grünberger (1839 - 1896), "Wie das Raubkorn, das fortgefegt", op. 28 (Acht Lieder nach Worten von Alexander Petőfi ( No. 1. Volkslied ) für 1 Singstimme mit Pianoforte), Heft 2 no. 8, published 1881 [ voice and piano ], Leipzig, Breitkopf & Härtel [sung text checked 1 time]

Researcher for this text: Johann Winkler

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