by Johann Nepomuk Vogl (1802 - 1866)
Es wohnen umduftet
Language: German (Deutsch)
Es wohnen umduftet vom goldenen Nass die Geister der Jugend im bauchichten Fass. Sie schmachten und trachten ans Licht nur hinaus, doch bannt sie ein Zauber ins finstere Haus. D'rum lasst uns befreien die Armen zur Stund', nicht länger verschließe sie Daube und Spund. Last quellen die Wellen aus Zapfen und Krug, dass jene uns wieder umkreisen im Flug. Wohlan denn, nun seid ihr entfesselt und frei; o Geister der Jugend, nun flattert herbei! Vergebt es, wenn mancher euch treulos vergaß, und gaukelt und schaukelt auf Kanne und Glas. Ihr, die ihr als Falter umkoset das Kind, o scheucht doch wie früher die Sorgen geschwind und führt uns im Reigen zurück in das Land, das, ach, nur zu schnelle uns allen entschwand.
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Confirmed with Blätter und Trauben von Johann N. Vogl, Wien, 2. Aufl., 1844.
Text Authorship:
- by Johann Nepomuk Vogl (1802 - 1866), "Die gefesselte Geister", appears in Blätter und Trauben: Lieder für heitere Kreise [author's text checked 1 time against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Wilhelm Speyer (1790 - 1878), "Die gefesselte Geister3", op. 59, Heft 3 no. 3, from Sechs Gesellschaftslieder aus den Blätter und Trauben von J. N. Vogl, drittes Heft, no. 3 [sung text checked 1 time]
Researcher for this page: Johann Winkler
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