possibly by Otto Inkermann (1823 - 1862), as C. O. Sternau
Rheinische Zecher
Language: German (Deutsch)
Am Vater Rheine lebt ein Mann, o hört die selt'ne Kunde, wie's keinen zweiten geben kann auf unser'm Erdenrunde. Der löst die Lippen nimmermehr von seinem Römerglase; er schenkt es voll, er trinkt es leer, als wär's nur so zum Spaße. Nun höret weiter, was noch mehr am Vater Rhein passieret: Den selt'nen Mann, den dürstet sehr, so lang' er Flaschen spüret. Und erst nach jedem neuen Pfropf wird's wohler ihm beim Glase, da wird ihm heller erst der Kopf und dunkler seine Nase. Auch rühmt man laut von diesem Mann, dass er trotz langem Tranke doch immer aufrecht stehen kann und nie benebelt wanke. Und geht er endlich still und stumm von seinem letzten Glase, so kehrt er gern noch einmal um schon mitten auf der Straße. Doch glaubt ihr, dies sei Fabula, zieht hin zum Vater Rheine! Der Mann, der sitzt noch immer da beim allerbesten Weine. Und wer ihn dort nicht ausgespürt, der greif' zu seinem Glase und zupfe sich ganz ungeniert an seiner eig'nen Nase!
Note: Dorn's score attributes the text to "O. Sternau".
Text Authorship:
- possibly by Otto Inkermann (1823 - 1862), as C. O. Sternau [author's text not yet checked against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Heinrich (Ludwig Egmont) Dorn (1804 - 1892), "Rheinische Zecher", op. 55 no. 5, published 1848 [ vocal quartet for male voices ], from 5 Liedertafel-Gesänge für 4 Männerstimmen, no. 5, Mainz, Schott [sung text checked 1 time]
Researcher for this page: Johann Winkler
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