by Berthold Viertel (1885 - 1953)

Die Leiter blieb noch unterm Feigenbaume...
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): ENG
Die Leiter blieb noch unterm Feigenbaume stehen,
Doch er ist gelb und schon längst [leer gegessen]1
Von Schnäbeln und von Mündern, wem's zuerst geglückt.
 
Wird ihn der nächste Sommer grün und reich beladen sehn,
Und [kam]2 der Friede unterdessen,
Mag es ein [anderer]3 sein, der hier die Feigen pflückt.
 
Wir wären dann in kältere Breiten heimgegangen:
Da wächst kein Feigenbaum, [höchstens noch der Wein,
Ja, Äpfel, Birnen, Kirschen, wenn auch nicht Citronen.
 
Trotzdem gedeihn die Kinder dort mit roten Wangen.
Und fällt der Schnee, wir werden umso frischer sein
Und gern im wieder frei gewordnen Winter wohnen.]4

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Confirmed with Bertold Viertel, Der Lebenslauf. Gedichte, New York: Aurora Verlag, 1946, page 37

1 Eisler: "leergegessen"
2 Eisler: "kommt"
3 Eisler: "andrer"
4 Eisler: "Aber der Wein. / Fällt dort der Schnee, / Werden wir umso frischer sein / Und gern im wieder befreiten Winter wohnen."

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission


Research team for this text: Auditorium du Louvre , Sharon Krebs [Guest Editor]

This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
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