by Eduard Vogt (1814 - 1880)
Heimweh
Language: German (Deutsch)
Our translations: ENG
O nimm' mich wieder, Mutter Erde, Nimm' wieder mich in deinen Schooß -- Ich will nicht wissen, was ich werde, Mach' mich nur von der Bürde los! Warum hast du mich denn gestossen In diese dunkle Nacht hinaus? Ich habe wenige Freud genossen, Zur Mutter will das Kind nach Haus. Du hast mir keinen Kranz gewunden, Hast nicht mit Lächeln mich beglückt, Mit Schmerzen hab' ich nur empfunden, Daß du im Zorn' mich fortgeschickt. Ein Trauern war mein ganzes Leben, Ein langgehalt'ner Schmerzenston -- Hast du auch Liebe mir gegeben, Die Mutter fehlte stets dem Sohn. Drum nimm' mich nun in deine Arme, In deinen Schooß so sanft und lind, Daß ich an deiner Brust erwarme Und schlumm're als dein liebes Kind. Ich will im Bettchen ruhig liegen Und schauen nur dein Angesicht, Will an dein Herz mich selig schmiegen Und weinen will ich, Mutter, nicht.
Confirmed with Eduard Vogt, Gedichte, Stuttgart: Hallberger'sche Verlagshandlung, 1839, pages 108-109.
Text Authorship:
- by Eduard Vogt (1814 - 1880), "Heimweh" [author's text checked 1 time against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Walther von Goethe (1818 - 1885), "Heimweh", op. 7 (Sechs Lieder) no. 4, published 1841 [ voice and piano ], Bonn: N. Simrock [sung text checked 1 time]
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- ENG English (Sharon Krebs) , "Homesickness", copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission
Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website: 2025-11-30
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