Translation by Martin Luther (1483 - 1546)

Psalmus 72 (73)
Language: Latin 
1  [Psalmus Asaph.] Quam bonus Israël Deus, his qui recto sunt corde!
2  Mei autem pene moti sunt pedes, pene effusi sunt gressus mei:
3  quia zelavi super iniquos, pacem peccatorum videns.
4  Quia non est respectus morti eorum, et firmamentum in plaga eorum.
5  In labore hominum non sunt, et cum hominibus non flagellabuntur.
6  Ideo tenuit eos superbia; operti sunt iniquitate et impietate sua.
7  Prodiit quasi ex adipe iniquitas eorum; transierunt in affectum cordis.
8  Cogitaverunt et locuti sunt nequitiam; iniquitatem in excelso locuti sunt.
9  Posuerunt in cælum os suum, et lingua eorum transivit in terra.
10 Ideo convertetur populus meus hic, et dies pleni invenientur in eis.
11 Et dixerunt: Quomodo scit Deus, et si est scientia in excelso?
12 Ecce ipsi peccatores, et abundantes in sæculo obtinuerunt divitias.
13 Et dixi: Ergo sine causa justificavi cor meum,
   et lavi inter innocentes manus meas,
14 et fui flagellatus tota die, et castigatio mea in matutinis.
15 Si dicebam: Narrabo sic; ecce nationem filiorum tuorum reprobavi.
16 Existimabam ut cognoscerem hoc; labor est ante me:
17 donec intrem in sanctuarium Dei, et intelligam in novissimis eorum.
18 Verumtamen propter dolos posuisti eis; dejecisti eos dum allevarentur.
19 Quomodo facti sunt in desolationem? subito defecerunt:
   perierunt propter iniquitatem suam.
20 Velut somnium surgentium, Domine, in civitate
   tua imaginem ipsorum ad nihilum rediges.
21 Quia inflammatum est cor meum, et renes mei commutati sunt;
22 et ego ad nihilum redactus sum, et nescivi:
23 ut jumentum factus sum apud te, et ego semper tecum.
24 Tenuisti manum dexteram meam, et in voluntate tua deduxisti me,
   et cum gloria suscepisti me.
25 Quid enim mihi est in cælo? et a te quid volui super terram?
26 Defecit caro mea et cor meum; Deus cordis mei, et pars mea, Deus in æternum.
27 Quia ecce qui elongant se a te peribunt; perdidisti omnes qui fornicantur abs te.
28 Mihi autem adhærere Deo bonum est; ponere in Domino Deo spem meam:
   ut annuntiem omnes prædicationes tuas in portis filiæ Sion.

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

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  • Also set in German (Deutsch), a translation by Martin Luther (1483 - 1546) , "Psalm 72 (73)" ; composed by Johann Karl Gottfried Loewe.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

This text was added to the website: 2006-12-28
Line count: 33
Word count: 339

Ein Psalm Assaphs. Israel hat dennoch...
Language: German (Deutsch)  after the Latin 
1  [Ein Psalm Assaphs.] Israel hat dennoch Gott zum Trost, wer nur reines Herzens ist.
2  Ich aber hätte schier gestrauchelt mit meinen Füßen, mein Tritt [hätte]1 beinahe geglitten.
3  Denn es verdroß mich [auf die]2 Ruhmredigen, da ich sah, daß es den Gottlosen so wohl ging.
4  Denn sie sind in keiner [Fahr]3 des Todes, sondern stehen fest wie ein Palast.
5  Sie sind nicht in Unglück wie andere Leute und werden nicht wie andere Menschen geplagt.
6  Darum muß ihr Trotzen köstlich Ding sein, und ihr Frevel muß wohlgetan heißen.
7  Ihre Person brüstet sich wie ein fetter Wanst; sie tun, was sie nur gedenken.
8  Sie [vernichten]4 alles und reden übel davon, und reden und lästern hoch her.
9  Was sie reden, das muß vom Himmel herab geredet sein; was sie sagen, das muß gelten auf Erden.
10 Darum fällt ihnen ihr Pöbel zu und laufen ihnen zu mit Haufen wie Wasser
11 und sprechen: Was sollte Gott nach jenen fragen? Was sollte der Höchste ihrer achten?
12 Siehe, das sind die Gottlosen; die sind [glückselig]5 in der Welt und werden reich.
13 [Soll's]6 denn umsonst sein, daß mein Herz unsträflich lebt und ich meine Hände in Unschuld wasche
14 [und]7 bin geplagt täglich, und meine Strafe ist alle Morgen da?
15 Ich hätte auch schier so gesagt wie sie; aber siehe,
   damit hätte ich verdammt alle [deine]8 Kinder, die je gewesen sind.
16 Ich gedacht ihm nach, daß ich's begreifen möchte; aber es war mir zu schwer
17 bis daß ich ging in das Heiligtum Gottes und merkte auf ihr Ende.
18 [Aber]9 du setzest sie aufs Schlüpfrige und stürzest sie zu Boden.
19 Wie werden sie so plötzlich zunichte! Sie gehen unter und nehmen ein Ende mit Schrecken.
20 Wie ein Traum, wenn einer erwachet, so machst du, Herr, ihr Bild in der Stadt verschmähet.
21 [Aber es tut mir wehe im Herzen und sticht mich in meinen Nieren,
22 daß ich muß ein Narr sein und nichts wissen und muß wie ein Tier sein vor dir]10.
23 Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand,
24 du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich endlich [mit]11 Ehren an.
25 Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.
26 Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.
27 Denn, siehe, die von dir weichen, werden umkommen; du bringest [um alle, die wider dich huren]12.
28 Aber das ist meine Freude, daß ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht 
   setze auf den Herrn Herrn, daß ich verkündige all dein Tun.

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1 Loewe: "wäre"
2 Loewe: "der"
3 Loewe: "Gefahr"
4 Loewe: "achten"
5 Loewe: "glücklich"
6 Loewe: "Soll es"
7 Loewe: "ich"
8 Loewe: "meine"
9 Loewe: "Ja"
10 Loewe: "Da es mir wehe tat im Herzen und mich stach in meine Nieren,/ da war ich ein Narr und wußte nichts; ich war wie ein Tier vor dir"
11 Loewe: "in"
12 Loewe: "um, alle die von dir abfallen"

Authorship

Based on

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

This text was added to the website: 2005-12-28
Line count: 30
Word count: 448