sometimes misattributed to Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832) and by Franz Christoph Horn (1781 - 1837)

Ich liebte sie mit innigem Gefühle
Language: German (Deutsch) 
Ich liebte sie mit innigem Gefühle, 
Ich lebte nur in ihres Auges Blick, 
In ihr allein fand ich mein ganzes Glück 
Das schwere Leben wurde mir zum Spiele.  

Nun war die Jugend mir so wonnig kühle, 
Denn Ruhe strahlt und Schönheit sie zurück, 
Ich kannte kein nothwendiges Geschick, 
Mein ganzer Ernst war, wie ich ihr gefiele.  

Da sah das Schicksal uns mit finsterm Spotte, 
Entführte mir die liebliche Gestalt, 
[Nun]1 ist das Leben wieder matt und kalt.  

Ich war so selig, träumte mich zum Gotte; 
Warum o Schicksal, trenntest du die Treuen, 
Wie soll ich auf der Welt mich nur noch freuen? 

J. Reichardt sets stanzas 1, 3-4

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Confirmed with Franz (Christoph) Horn, Latona, Berlin: Friedrich Nicolai, 1811, page 324. Appears in Vermischte Gedichte, in Sonette. Note: Reichardt or his editor misattributed this poem to Goethe in the table of contents of his score.

1 Reichardt: "Mir"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Melanie Trumbull

This text was added to the website: 2020-02-01
Line count: 14
Word count: 102