by Walther von der Vogelweide (1170? - 1228?)

Mit sælden müeze ich hiute ûf stên
Language: Mittelhochdeutsch 
Mit sælden müeze ich hiute ûf stên,
got hêrre, in dîner huote gên
und rîten, swar ich in dem lande kêre.
Krist hêrre, lâz an mir werden schîn
die grôzen kraft der güete dîn,
unt pflic mîn wol dur dîner muoter êre.
Als ir der heilig engel pflæge,
unt dîn, dô du in der kripfe læge,
junger mensch unt alter got,
dêmüetic vor dem esel und vor dem rinde;
und doch mit sældenrîcher huote
pflac dîn Gabrîêl der guote
wol mit triuwen sunder spot;
als pflig ouch mîn, daz an mir iht erwinde
daz dîn vil götelîch gebot.

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Confirmed with Die Gedichte Wathers von der Vogelweide. Herausgegeben von Karl Lachmann. Berlin, 1827, page 24,


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Researcher for this text: Peter Rastl [Guest Editor]

This text was added to the website: 2021-02-14
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