by Julius Wolff (1834 - 1910)

Stelldichein
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): ENG
Die Lippen rege nicht, noch Augenbraunen,
Ganz ruhig bleib' und schau' voll Gleichmuth drein,
Daß Niemand merkt mein Flüstern und mein Raunen,
Denn was du hörest, ist für dich allein.

Ich liebe dich und will nicht von dir lassen,
Ich bin dein Schatten, der sich an dich hängt,
Mit allen Fibern will ich dich umfassen,
Daß meine Seele sich in deine drängt.

Du bist so schön! dein weißer Nacken glänzet,
Erschrick nicht, wenn ihn jetzt mein Mund berührt!
Von deiner weichen Locken Fluth umkränzet
Glühn dir die Wangen, und die Sehnsucht schürt.

Der Mond ist dunkel jetzt, komm in den Garten,
Komm in der Laube dämmriges Gemach,
Ich geh' voraus, laß mich nicht lange warten!
Dein Busen wogt, -- ich weiß, du folgst mir nach. 

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Available translations, adaptations, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , title 1: "Rendezvous", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

This text was added to the website: 2010-02-25
Line count: 16
Word count: 124