by Günther Walling (1839 - 1896)

Nun liegt die Welt, die halbe
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): ENG
Nun liegt die Welt, die halbe,
In Träume still versenkt,
Leis zwitschernd nur die Schwalbe,
Im Nest, des Gatten denkt.

Nachtthau die Blumen feuchtet
Die vor den Fenstern stehn,
Die Straßen monderleuchtet,
Drin Niemand mehr zu sehn!

Der Schmerz, der Wangen bleichet,
Entschlief selbst im Gemach,
Die Liebe nur, die schleichet
Um Liebchens Thür, ist wach.

Und nur der Nachtwind gaukelt
Noch um der Blumen Saum,
Doch Deine Seele schaukelt
Ein lichter, schöner Traum.
 
Man sagt, daß Engel gehen
Jetzt durch die Fluren lind;
Schlaf sanft, auf Wiedersehen
Am nächsten Morgen, Kind.

About the headline (FAQ)

Confirmed with Günther Walling (Carl Ulrici), Von Lenz zu Herbst. Dichtungen, Zweite vielfach veränderte Auflage, Leipzig und Berlin: Verlag von Wilhelm Friedrich, 1887, pages 17-18.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Sleep softly", copyright © 2020, (re)printed on this website with kind permission


Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

This text was added to the website: 2011-07-26
Line count: 20
Word count: 92