Gefilde des Todes, Gefilde der Ruh'!
Language: German (Deutsch) 
Gefilde des Todes, Gefilde der Ruh'!
Euch wanket voll Sehnsucht der Leidende zu.
Er steht am Gestade, verkannt und allein,
in Wüsten des Lebens alleine, allein!

Er kam zu den Menschen so [willig und]1 gut,
er trug in den Adern so glühendes Blut;
Er sah nach Gefährten, nach Antwort sich um,
doch alles war öde, doch alles war stumm.

Im Mondschein wird blinken sein moosiges Grab;
doch war wo ein Auge, das Tränen ihm gab?
Es rauschen, vergessend, die Tritte beihin,
vergessend, wen decket des Hügelchens Grün.

Lass rauschen die Tritte, lass Menschen sich freu'n,
einst hüllt auch das Dunkel des Grabes sie ein.
Es rollen die Jahre, es schwindet ihr Lauf;
einst trinkt ihren Moder die Sonne mit auf.

Gefilde des Friedens, Gefilde der Ruh',
nur ihr weht Vollendung dem Leidenden zu.
Die Träume der Toten sind kühle und leicht;
wohl dem, der vom Ziele nicht ferne mehr schleicht!

K. Zelter sets stanzas 1-2, 5

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1 Zelter: "willig, so"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Johann Winkler

This text was added to the website: 2020-11-10
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