Hier hab' ich so manches liebes Mal
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): ENG
Hier hab' ich so manches liebes Mal
Mit meiner Laute gesessen,
Hinunterblickend in's weite Thal,
Mein selbst und der Welt vergessen.

  Und um mich klang es so froh und hehr
Und über mir tagt' es so helle
Und unten brauste das ferne Wehr
Und der Weser blitzende Welle.

  Wie liebende Töne aus rothem Mund,
So flüstert' es rings durch die Bäume,
Und aus des Thales blühendem Grund
Begrüßten mich nickende Träume.

  Da sitz' ich nun wieder und spähe umher
Und horche hinauf und hernieder;
Die holden Weisen klingen nicht mehr,
Die Träume kommen nicht wieder:

  Die süßen Gestalten sind all zerstreut,
Der Himmel beengt und trübe, --
Fahr' wohl, fahr' wohl, du selige Zeit,
Fahr' wohl, du närrische Liebe!

About the headline (FAQ)

Confirmed with Franz Dingelstedt, Gedichte, Cassel und Leipzig, J.E. Kriegersche Buchhandlung (Th. Fischer), 1838, pages 121-122


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Set in a modified version by Gustav Pressel.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English [singable] (Natalie Macfarren) , "By the Danube"
  • ENG English (Sharon Krebs) , "At the Weser River", copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor] , Harry Joelson

Text added to the website: 2011-05-18 00:00:00
Last modified: 2019-09-21 13:03:35
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