by Adelbert von Chamisso (1781 - 1838)

Ich hab' in den Klüften des Berges...
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): FRE
Er.
 Ich hab' in den Klüften des Berges gehaust
 Gar manche schaurige Nacht, 
 Und wann in den Föhren der Sturm gesaust,
 Recht wild in den Sturm gelacht.

 Da, wo die Spur sich des Menschen verlor,
 Ward's erst mir im Busen leicht; 
 Ich bin geklommen auf Gipfel empor,
 Die sonst nur der Adler erreicht.

 Das Land, vom luftigen Horst geschaut,
 Lag unten, von Wolken verdeckt; 
 Da schallte mein Lied gar grimmig und laut, -
 Das Lied - hat schier mich erschreckt.

 Und nieder trieb mich die grausige Lust
 Am Strom der Wildnis entlang; 
 Ihn überschrie aus bewegter Brust
 Mein seltsam brausender Sang.

 Der Strom vertobt in ein friedliches Thal,
 Dort liegt ein einsames Haus - 
 Ein Rosengarten - ein Gartensaal -
 Es schaut wohl jemand heraus.

 Und wie ich schweifend vorübergewallt
 Am Hag, wo die Rosen sind, 
 Sind alle die schaurigen Lieder verhallt,
 Ich ward so ein sanftes Kind!

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Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , title unknown, copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

Text added to the website: 2011-07-23 00:00:00
Last modified: 2014-06-16 10:04:29
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