by Friedrich Hölderlin (1770 - 1843)

Da ich ein Knabe war
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): CAT ENG FRE
Da ich ein Knabe war,
rettet' ein Gott mich oft
vom Geschrei und der Rufe der Menschen,
da spielt' ich sicher und gut
mit den Blumen des Hains,
und die Lüftchen des Himmels
spielten mit mir.

Und wie du das Herz
der Planzen erfreust,
wenn sie entgegen dir
die zarten Arme strecken,
so hast du mein Herz erfreut,
Vater Helios!
und, wie Endymion,
war ich dein Liebling,
heilige Luna!

O all ihr Treuen
freundlichen Götter!
Daß ihr wüßtet,
wie euch meine Seele geliebt!

Zwar damals rief ich noch nicht
Euch mit Nahmen, auch ihr
Nanntet mich nie, wie die Menschen sich nennen
Als kennten sie sich.

Doch kannt' ich euch besser,
Als ich je die Menschen gekannt
Ich verstand die Stille des Aethers
Der Menschen Worte verstand ich nie.

Mich erzog der Wohllaut
des säuselnden Hains,
und lieben lernt' ich
unter den Blumen.

Im Arme der Götter wuchs ich groß.

B. Britten sets stanzas 1-3, 5-7
A. Gabryś sets stanzas 1, 6-7

About the headline (FAQ)

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "La joventut", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "The youth", copyright ©
  • FRE French (Français) (Stéphane Goldet) (Pierre de Rosamel) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
Line count: 33
Word count: 150