by Georg Scheurlin (1802 - 1872) and sometimes misattributed to Adolf Mitzenius

Ständchen
Language: German (Deutsch) 
Wach auf, wach auf, du liebe Maid!   
Und hörst du nicht des Freundes Lied, 
Das durch die Stille im Geleit 
Der sehnenden Akkorde zieht? 
Die Sterne schaaren sich zu Hauf, 
Daß küssend dich ihr Strahl berühre; 
O laß mich nicht vor deiner Thüre 
Vergeßen flehn:  wach auf, wach auf!  

Wach auf, wach auf, du schönes Kind, 
Und fühlst du nicht auf weichem Pfühl, 
Wie süßen Zaubers dich umspinnt 
Der Schein des Mondes lind und kühl? 
Die Wolken auch, im leisen Lauf 
Beschauen dich mit sel'gem Blicke, 
Indeß ich süße Seufzer schicke 
Zu deinem Ohr:  wach auf, wach auf!  

Wach auf, du meiner Seele Traum! 
Im Laube tönt des Sprossers Schlag, 
Bald lüftet an der Berge Saum 
Den Schleier auch der junge Tag. 
Die Laute noch zu dir hinauf 
Entsendet zärtlich ihre Weise: 
Und horch, dein Fenster regt sich leise,  --  
Mein süßes Lieb wacht auf, wacht auf!

Confirmed with Georg Scheurlin, Heideblumen, Heidelberg: Karl Winter, 1858. Appears in Wilde Rosen, pages 156 - 157. Note: at least two catalogs of vocal music erroneously indicate Mitzenius as the author of the sung text.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Research team for this text: Bertram Kottmann , Melanie Trumbull

Text added to the website: 2019-12-02 00:00:00
Last modified: 2019-12-06 00:56:10
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Word count: 146