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Sechs Lieder

Word count: 431

Song Cycle by Mathilde, Baroness Willy de Rothschild (1832 - 1924)

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1. Wandl' ich in dem Wald des Abends


Wandl' ich [in dem]1 Wald des Abends,
In dem träumerischen Wald,
Immer wandelt mir zur Seite
Deine zärtliche Gestalt.
 
Ist es nicht dein weißer Schleier?
Nicht dein sanftes Angesicht?
Oder ist es nur der Mondschein,
Der durch Tannendunkel bricht?
 
Sind es meine eignen Tränen
Die ich leise rinnen hör'?
Oder gehst du, Liebste, [wirklich]2
Weinend neben mir einher?


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1 Lassen: "den" (further changes may exist not noted above); Zemlinsky: "im"
2 Zemlinsky: "weinend"

2. Das Meer erstrahlt im Sonnenschein


Das Meer erstrahlt im Sonnenschein,
Als ob es golden wär.
Ihr Brüder, wenn ich sterbe,
Versenkt mich in das Meer!

Hab immer das Meer so lieb gehabt,
Es hat mit sanfter Flut
So oft mein Herz gekühlet;
Wir waren einander gut.


3. Die Sterne durch den Himmel gehn


Die Sterne durch den Himmel gehn
[Mit]1 reinem Schimmer,
Sie können zur Erde niedersehn
Und weinen nimmer.

Die Blumen sehn der Sterne Lust
Mit stillem Sehnen,
Und ihren Augen, unbewußt,
Entquillen Thränen.


View original text (without footnotes)
1 Rotschild: "In"

4. Weine nicht


Weine nicht! es ist vergebens! 
Jede Freude dieses Lebens 
Ist ein bald verschwundner Traum.
Mühe dich, es zu vergessen,
Daß du einst ein Glück besessen! 
Blüthenlos verwelkt dein Baum.

Aber Hoffnung leiht dir Flügel,
Sprengt der dunkeln Zukunft Riegel,
Zeigt dir eine beßre Welt,
Giebt uns Muth in Schreckenstagen,
Hilft uns unser Leiden tragen,
Bis der Vorhang niederfällt.

[ ... ]

Confirmed with Die Volkslieder der Deutschen. Eine vollständige Sammlung der vorzüglichen deutschen Volkslieder von der Mitte des fünfzehnten bis in die erste Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, ed. by Friedrich Karl Freiherrn von Erlach, Volume 4, Mannheim, Heinrich Hoff, 1835, page 40. Beneath the title is "(Zarnack, II, Nr. 49)"


5. Du bist wie eine Blume


Du bist wie eine Blume
[so hold und schön und rein;]1
ich schau' dich an, und Wehmut
schleicht mir ins Herz hinein.

Mir ist, als ob ich die Hände
aufs Haupt dir legen sollt',
[betend]2, daß [Gott dich]3 erhalte
[so rein und schön und hold.]1


View original text (without footnotes)
1 Ander: "So schön, so rein und hold" the first time, and the original line the second time; Chadwick: "so schön, so hold, so rein"; Mayer: "so hold, so schön und rein" the first time and "so rein, so schön und hold" the second time; in many settings by various composers, this line is altered to "so rein, so schön, so hold"
2 Dreyschock: "und beten"
3 Liszt: "dich Gott"

6. Fahr wohl


  Fahr wohl,
O Vöglein, das nun wandern soll;
Der Sommer fährt von hinnen,
Du willst mit ihm entrinnen:
  Fahr wohl, fahr wohl!

  Fahr wohl,
O Blättlein, das nun fallen soll,
Dich hat rot angestrahlet
Der Herbst im Tod gemalet:
  Fahr wohl, fahr wohl! 

  Fahr wohl,
O Leben, das nun sterben soll,
Nicht sterben kann das Leben,
Wird neu der Gruft entschweben;
  Fahr wohl, fahr wohl! 

  Fahr wohl!
In langen Winternächten soll
Mein Geist nun schau'n im Traume,
Was sonst mein Aug' im Raume;
  Fahr wohl, fahr wohl! 

  Fahr wohl,
All Liebes, das nun scheiden soll! 
Und ob es so geschehe,
Daß ich nicht mehr dich sehe,
  Fahr wohl, fahr wohl,
    Fahr wohl!


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