by Franz Xaver Freiherr von Schlechta (1796 - 1875)
Nicht so düster und so bleich
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Language: German (Deutsch)
Nicht so düster und so bleich Schläfer in der Truhe, Wohnest nun im stillen Reich Gottgeweihter Ruhe! Wird der Leib des Wurmes Raub Und ein Spiel den Winden - Muß das Herz selbst noch als Staub, Leben und empfinden. Jetzt beginnet dein Gericht: Gleichend deinem Leben Werden dunkel oder licht Träume dich umschweben. Jeder Laut, der dich verklagt Als den Quell der Schmerzen, Wird ein scharfer Dolch und nagt Sich zu deinem Herzen. Doch der Liebe Thränenthau, Der dein Grab besprühet: Färbt sich an des Himmels Blau, Knospet auf und blühet. Im Gesange lebt der Held, Und zu seinem Ruhme Brennet hoch im Sternenfeld Eine Feuerblume. Schlafe bis der Engel ruft Bis Posaunen klingen, Und die Leiber sich der Gruft Jugendlich entschwingen!
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View text with all available footnotesConfirmed with Dichtungen vom Freyherrn Franz von Schlechta. Erster Band. Wien, 1824. Im v. Hirschfeld'schen Verlage, pages 14-15.
Note: The textual changes inserted into Schubert's manuscript by a third party (possibly Schlechta himself) for the first edition (Diabelli 1832) have not been retained in Neue Schubert Gesamtausgabe.
Text Authorship:
- by Franz Xaver Freiherr von Schlechta (1796 - 1875), "Todtengräber-Weise" [author's text checked 1 time against a primary source]
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