Er.
Zu dem Bärgestirne
Floh von uns der Winter,
In des Pardels Hülle,
Mit bereiftem Haar;
Und vom blauen Himmel,
Blau und hell und heiter,
Schönste! wie dein Auge,
Schwebt der junge Lenz.
Um die goldnen Locken
Glänzet seines Kranzes
Blumenregenbogen
In der Sonne Strahl;
Schimmert in des Abends
Bräutlichem Erröthen,
Wallt und wallt, und träufelt
Süßen Labethau.
Sie.
Linde Weste wehen,
Athmen Balsamdüfte
Von Jasmingesträuchen,
Und von Veilchenaun.
Auf des Baches Spiegel
Schwebt des Mandelbaumes
Bild, und mahlt die Welle
Mit des Purpurs Schein.
Auf den Blüthenzweigen
Hüpft und regnet Rosen
Nieder, hüpft und wieget
Sich die Nachtigall.
Singe, liebe, kleine
Nachtigall! Es lauschen
Deinem Lenzgesange
Braut und Bräutigam.
Er.
Alles, o Geliebte,
Alles um uns her ist
Leben, alles Wonne,
Alles Blüthenlenz!
Alles, o Geliebte,
Wäre Frost und Winter,
Wäre Tod und Trauer,
Liebtest du mich nicht!
Sie.
Nun, Geliebter, blühet
Unser Lenz der Liebe;
Nun bedrohn sie keine
Winterstürme mehr!
Diesem holden Lenze
Weichen alle Blumen,
Alles Westgesäusel,
Aller Vögel Chor!
Er.
Mädchen, wie des Baches
Welle, wallt dein Busen:
Wie des Thaues Perle,
Glänzt dein Himmelsblick!
Deine Locke duftet
Blumen; Weste haucht dein
Odem; deine Stimm' ist
Nachtigallgesang!
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• F. Schubert
F. Schubert sets stanza 5
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Confirmed with Gedichte der Brüder Ch. und F.L. Grafen zu Stolberg. Zweyter Theil. Neueste Auflage. Wien 1817. Bey B. Ph. Bauer, pages 122-124; and with Lyrische Anthologie. Herausgegeben von Friedrich Matthisson. Zwanzigster Theil. Zürich 1807, bey Orell Füssli und Compagnie, pages 153-155, here with the title Frühlingsfeier.
Note: This poem in its slightly different original form is part of Christian Stolberg's drama Otanes, written in 1786 and published in Schauspiele mit Chören. Von den Brüdern Christian und Friedrich Leopold Grafen zu Stolberg. Erster Theil. Carlsruhe, bey Christian Gollieb Schmieder, 1787, pages 285-288. Here it is the antiphon of Mardontes and Gabena in verses 1086-1141.
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Research team for this page: Lau Kanen
[Guest Editor] , Peter Rastl
[Guest Editor] This text was added to the website: 2012-01-25
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Word count: 203
Zoele windjes waaien,
Aad'men balsemgeuren
Van jasmijnestruiken
En viooltjesvelden...