by Karl Gottfried von Leitner (1800 - 1890)
Die Sterne
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Language: German (Deutsch)
Wie blitzen Die Sterne So hell durch die Nacht! Bin oft schon Darüber Vom Schlummer erwacht. Doch schelt' ich Die lichten Gebilde d'rum nicht, Sie üben Im Stillen Manch heilsame Pflicht. Sie wallen Hoch oben In Engelgestalt, Und leuchten Dem Pilger Durch Heiden und Wald. Sie schweben Als Bothen Der Liebe umher, Und tragen Oft Küsse Weit über das Meer. Sie blicken Dem Dulder Recht mild in's Gesicht, Und säumen Die Thränen Mit silbernem Licht. Sie weisen Von Gräbern Gar tröstlich und hold Uns hinter Das Blaue Mit Fingern von Gold. So sey denn Gesegnet Du strahlige Schar! Und leuchte Mir lange Noch freundlich und klar. Und wenn ich Einst liebe, Seyd hold dem Verein, Und euer Geflimmer Laßt Segen uns seyn.
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Research team for this page: David Gordon , Rudi Spring , Peter Rastl [Guest Editor]
Confirmed with Gedichte von Carl Gottfried Ritter von Leitner. Wien, gedruckt bey J. P. Sollinger. 1825, pages 19-21; and with Gedichte von Karl Gottfried Ritter v. Leitner. Zweite sehr vermehrte Auflage. Hannover. Victor Lohse. 1857, pages 28-29.
Text Authorship:
- by Karl Gottfried von Leitner (1800 - 1890), "Die Sterne", written 1819, first published 1825 [author's text checked 2 times against a primary source]
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