Vier Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte , opus 12

by Carl Schotte (1864 - 1917)

1. Heimweh [sung text not yet checked]

Ihr grünen Hügel!  du stilles Thal,  
Du Linde vor meinem Haus!  
Und auch du anderer Frühlingsstrahl, 
Nach euch schau' ich hinaus. 

Es braust das Meer und singt ein Lied, 
Die Woge prallt zurück, 
Und wie sie immer weiter flieht, 
Ach!  ferne wohnt das Glück!  

Ich weiß nicht, was ich traurig bin  --  
Mein Herz es pochet so! 
Doch geht ein Traum mir durch den Sinn  --  
Ich war wohl einmal froh.  

Ihr grünen Hügel!  du stilles Thal, 
Du Linde vor meinem Haus!  
Und auch du anderer Frühlingsstrahl, 
Nach euch schau' ich hinaus!

Authorship:

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Confirmed with Carl Siebel, Dichtungen, ed. by Emil Rittershaus, Berlin: G. Grote'sche Verlagsbuchhandlung, 1877, page 5. Appears in Lieder.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

2. So weit [sung text not yet checked]

Bächlein [am Wiesenrand]1,
rinnst du noch immer?
Blumen im Heimatland,
gebt ihr noch Schimmer?
Halme der Heimatluft,
mögt ihr noch rauschen ?
Lerche der Heimatluft,
könnt' ich dir lauschen!
Duftige Jugendzeit,
o wie so weit, o wie so weit.

Fließt noch durch Blumen
bunt silberne Kühle ?
Rauscht noch im Lindengrund
klappernde Mühle?
Fenster aus Laubgewind' 
leuchtet noch munter, 
aber das schönste Kind 
schaut nicht herunter. 
Liebe der Jugendzeit,
o wie so weit, o wie so weit !

Glück vorbei, Duft verweht, 
Liebe vergangen!
Durch meine Seele geht 
leises Verlangen. 
Dürft ich doch einmal, 
nur einmal, dich schauen;
Heimatwald, Heimatflur, 
liebste der Frauen !
Aber wie Ewigkeit 
bist du mir weit; o wie so weit.

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  • ENG English (John H. Campbell) , "O how far", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission

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1 Decker: "im Wiesengrund"; further changes may exist not shown above.

Researcher for this text: John H. Campbell

3. Mai [sung text not yet checked]

Mit Sturmwind und Regen 
Verschied der April; 
Die Stürme sich legen,
Die Winde sind still.
Ein farbiger Bogen 
Am Himmel erglüht; 
Der Mai kam gezogen, 
Der Hollerbusch blüht.

Im Strauch an der Quelle
Frau Nachtigall singt; 
Ein brauner Geselle 
Sein Mädel umschlingt.
Ihr Blut geht in Wogen, 
Sie küssen sich müd.
Der Mai kam gezogen, 
Der Hollerbusch blüht.

Der Nordwind die Blätter 
Der Waldbäume jagt, 
Im stürmischen Wetter
Sitzt eine und klagt:
Verrathen, betrogen! 
Das uralte Lied -- -- --
Der Mai ist entflogen, 
Der Holler verblüht. 

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2020, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Rudolf Baumbach, Lieder eines fahrenden Gesellen, Leipzig: Verlag von A. G. Liebeskind, 1882, pages 78-79.


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]

4. Es ist nun Herbst 

Es ist nun Herbst
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added as soon as we obtain it. —

Authorship:

  • by Anonymous / Unidentified Author