Zwei Lieder für 1 Singstimme mit Pianofortebegleitung

Song Cycle by Franz Rudolph

Word count: 213

1. Neue Liebe, neues Leben [sung text not yet checked]

Herz, mein Herz, was soll das geben?
Was bedränget dich so sehr?
Welch ein fremdes neues Leben!
Ich erkenne dich nicht mehr.
Weg ist Alles, was du liebtest,
Weg warum du dich betrübtest,
Weg dein Fleiß und deine Ruh' -
Ach wie kamst du nur dazu!

Fesselt dich die Jugendblüte,
Diese liebliche Gestalt,
Dieser Blick voll Treu' und Güte,
Mit unendlicher Gewalt?
Will ich rasch mich ihr entziehen,
Mich ermannen, ihr entfliehen,
Führet mich im Augenblick
Ach mein Weg zu ihr zurück.

Und an diesem Zauberfädchen,
Das sich nicht zerreißen läßt,
Hält das liebe lose Mädchen,
Mich so wider Willen fest;
Muß in ihrem Zauberkreise
Leben nun auf ihre Weise.
Die Verändrung ach wie groß!
Liebe! Liebe! laß mich los!

Authorship

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Nieuwe liefde, nieuw leven", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "New love, new life", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Nouvel amour, nouvelle vie", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Nuovo amore, nuova vita", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Goethe's Werke, Vollständige Ausgabe letzter Hand, Erster Band, Stuttgart und Tübingen, in der J.G.Cottaschen Buchhandlung, 1827, pages 77-78; and with Goethe's Schriften, Achter Band, Leipzig, bey Georg Joachim Göschen, 1789, pages 122-123.

Note: First published 1775 in Iris. Zweyter Band. Drittes Stück, where an earlier version of the poem Willkommen und Abschied is appended as stanzas 4-7.


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Peter Rastl [Guest Editor]

2. O du, vor dem die Stürme schweigen [sung text not yet checked]

O du, vor dem die Stürme schweigen,
Vor dem das Meer versinkt in Ruh',
Dies wilde Herz nimm hin zu eigen
Und führ' es deinem Frieden zu:
Dies Herz, das, ewig umgetrieben,
Entlodert allzu rasch entfacht
Und, ach, mit seinem irren Lieben
Sich selbst und andre elend macht.

Entreiß es, Herr, dem Sturm der Sinne,
Der Wünsche treulos schwankem Spiel;
Dem dunkeln Drange seiner Minne,
Gib ihm ein unvergänglich Ziel;
Auf daß es, los vom Augenblicke,
Von Zweifel, Angst und Reue frei
Sich einmal ganz und voll erquicke
Und endlich, endlich stille sei.

Authorship

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]