Neue Gedichte für 1 mittlere Singstimme mit Pianofortebegleitung

Song Cycle by Alexander von Fielitz (1860 - 1930)

Word count: 279

1. Nachruf [sung text checked 1 time]

Und geh[e]st du über den Kirchhof,
Da find'st du ein frisches Grab;
Da senkten sie mit Thränen
Ein schönes Herz hinab.

Und fragst du, woran's gestorben?
Kein Grabstein Antwort giebt;
Doch leise flüstern die [Lüftchen]1,
Es hatte zu heiß geliebt.

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Kelly Dean Hansen) , "If you go across the churchyard", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission

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1 Brahms: "Winde"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Bretonisches Volkslied [sung text checked 1 time]

War einmal ein armer Wicht,
die er liebte, die liebt' ihn nicht.
 
Bring das Herz mir, sprach ihr Mund
deiner Mutter für meinen Hund!
 
Und die Mutter erschlägt der Sohn
nimmt ihr Herz und läuft davon.
 
Da er lief, da fiel der Knab'
rollt das Herz in den Staub hinab.
 
Da das Herz im Staube liegt,
hört der Knabe, wie es spricht.
 
Weinend fragt das Herz geschwind:
Hast dir weh gethan, mein Kind?

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Researcher for this text: Harry Joelson

3. Blau Veilchen [sung text checked 1 time]

Blau Veilchen, 
Ihr meiner Liebe Bild!
Ein Weilchen 
Dürft Ihr im Lenzgefild
Und weicher Luft 
Den süßen Duft
der Liebe weih'n, 
Verhauchen euer frommes Sein 
Zum Opfer ihr.
Da braust so wild ein Sturm daher
und reißt euch 
eure zarten Blüten ab,
und senkt euch 
in ein allzufrühes Grab.
Du, dem ich alles, Herz und Geist
zu eigen gab, ob du wohl weißt,
was Lieben und Leiden,
was Sehnen und Meiden,
ach Gott, was in der Blüte sterben heißt?

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Researcher for this text: Harry Joelson

4. Sehnsucht [sung text checked 1 time]

Wie eine leise Glocke klingt
Die Sehnsucht in mir an;
Weiß nicht, woher, wohin sie singt,
Weil ich nicht lauschen kann.
 
Es treibt das Leben mich wild um,
Dröhnt um mich mit Gebraus,
Und mählich wird die Glocke stumm,
Und leise klingt sie aus.
 
Sie ist nur für den Feiertag
Gemacht und viel zu fein,
Als daß ihr bebebanger Schlag
Dräng in die Lärmluft ein.
 
Sie ist ein Ton von dorten her,
Wo alles Feier ist;
Ich wollte, daß ich dorten wär,
Wo man den Lärm vergißt.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Longing", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Nostalgie", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Harry Joelson