Mignonlieder für 1 Singstimme mit Pianoforte

Song Cycle by Eduard Zillmann (1834 - 1909)

Word count: 336

1. Zum Tanz [sung text not yet checked]

Alle Wiesen sind grün,
Und die Blume, sie blühn,
Und die Vögelein zwitschern und singen!  
In dem schattigen Raum,
Um den duftenden Baum
Laßt uns hüpfen und tanzen und springen! 

Und wir schließen den Kranz 
Zu dem fröhlichen Tanz,
Und die Hände zusammen wir schlingen!
Unter frohem Gesumm
Dreht der Kreis sich herum  -- 
O welch lustiges Schweben und Schwingen! 

Und die Vögelein all'
Mit dem lieblichen Schall
Musiziren zu unseren Tänzen!
Und wir bleiben vereint, 
Bis die Sonn' nicht mehr scheint,
Bis die Sternlein am Himmel erglänzen! 

Authorship

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Confirmed with Karl Enslin, Lebensfrühling. Gedichte für die Jugend, dritte vielfach verbesserte Auflage, Leipzig: Friedrich Brandstetter, 1859, pages 186 - 187.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

2. Schneeglöckchen [sung text not yet checked]

Der Lenz will kommen, der Winter ist aus,
Schneeglöckchen läutet: "Heraus, heraus!
Heraus, ihr Schläfer in Flur und Heid',
Es ist nicht länger Schlafenszeit;
Ihr Sänger, hervor aus Feld und Wald,
Die Blüten erwachen, sie kommen bald;
Und wer noch schlummert im Winterhaus -
Zum Leben und Weben heraus, heraus!"

So läutet Schneeglöckchen durchs weite Land,
Da hören's die Schläfer allerhand;
Und es läutet fort zu Tag und Nacht,
Bis endlich allesamt aufgewacht;
Und läutet noch immer und schweigt nicht still,
Bis auch dein Herz erwachen will.

So öffne nun doch den engen Schrein,
Zeuch aus, in die junge Welt hinein!
In das große, weite Gotteshaus,
Erschwing' dich, o Seele, und fleuch hinaus,
Und halte Andacht und stimme erfreut
In das volle, süße Frühlingsgeläut!

Authorship

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

3. Lerchensang [sung text not yet checked]

In die Luft, in die freie Luft
 . . . . . . . . . .

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Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

4. Der Mond [sung text not yet checked]

Wie ist doch über Wald und Feld
So himmelhoch der Mond gestellt!
Und wie ein Wächter ohne Ruh’
Sieht er der stillen Erde zu.

Zu allen Menschen, groß und klein,
Sein lichtes Auge sieht herein,
Sieht, wo ein leises Lämpchen scheint,
Am Kindesbett die Mutter weint.

Sieht, wo im Wald die Blume steht,
Und wo noch spät ein Wand’rer geht.
Du nimmst sie All’ in Deine Hut,
Du, guter Gott, bist gut!

Authorship

Researcher for this text: Laura Prichard [Guest Editor]

5. Frieden der Nacht [sung text not yet checked]

Der Tag ist längst geschieden. --
[Von]1 dem Sternenzelt
Sinkt tiefer, [heil'ger]2 Frieden 
Herab auf Haus und Feld.

Auf müde Augen linde
Legt süßen Schlaf die Nacht;
Im Kämmerlein beim Kinde
Hält Gottes Engel Wacht.

Schon hat sein Lied gesungen
Das Kindlein sanft zur Ruh';
Die Saiten sind verklungen,
Nun deckt er's leise zu.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Nocturnal peace", copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Gedichte von Georg Scherer, vierte, vermehrte Auflage, Stuttgart, Leipzig, Berlin, Wien: Deutsche Verlags-Anstalt, 1894, page 16

1 Reinecke: "und von"
2 Reinecke: "heiliger"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]