Fünf Lieder

by Jeannette Antonie Bürde, née Milder (c1799 - 1875)

Word count: 420

1. Frühlingsankunft [sung text not yet checked]

Nach diesen trüben Tagen,
Wie ist so hell das Feld!
Zerrißne Wolken tragen
Die Trauer aus der Welt.

Und Keim und Knospe mühet
Sich an das Licht hervor,
Und manche Blume blühet
Zum Himmel still empor.

Ja, auch so gar die Eichen
Und Reben werden grün!
O Herz, das sei dein Zeichen,
Werde froh und kühn!

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2020, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De komst van de lente", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "L'arrivée du printemps", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Margo Briessinck

2. Kirmess [sung text not yet checked]

Frisch! Clarinett 
Und Hackebrett,
Und Brummbaß, Flöt' und Fiedel! 
Die Mädel sind doch gar zu nett,
Verdienen gleich ein Liedel! 

Und Handumkehr! 
Noch etwas mehr, 
Auch einen muntern Schleifer.
Drum hopsa! hopsa! kreuz und quer! 
Auf! Geiger, Dudler, Pfeifer! 

Da drehet sich 
Um mich und dich 
Die Welt wie eine Spille.
Ich liebe dich, du liebest mich! 
Und das ist unser Wille.

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3. Wiegenlied [sung text checked 1 time]

Alles still in süßer Ruh,
Drum, mein Kind, so schlaf auch du!
Draußen säuselt nur der Wind:
Su, susu! schlaf ein, mein Kind!

[Schließ du]1 deine Äugelein,
Laß sie wie zwei Knospen sein!
Morgen, wenn die Sonn' erglüht,
Sind sie wie die Blum' erblüht.

Und die Blümlein schau' ich an,
Und die Äuglein küss' ich dann,
Und der Mutter Herz vergißt,
Daß es draußen Frühling ist.

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Cançó de bressol", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Ruth Rainero) , "All is still in sweet repose", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Berceuse", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Ninnananna", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
  • POR Portuguese (Português) (Elke Beatriz Riedel) , "Canção de ninar", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Kinderlieder von Hoffmann von Fallersleben. Erste vollständige Ausgabe besorgt durch Dr. Lionel von Donop, Zweite Auflage, Berlin, G. Grote'sche Verlagsbuchhandlung, 1878, pages 26-27.

Note: in many older editions, the spelling of the word "Äugelein" becomes "Aeugelein", but as can be seen in how "über" becomes "Ueber" when capitalized, this is due to the printing process and not to rules of orthography, so we use "Äugelein".

See also this text that makes use of the second and third stanzas.

1 Kücken: "Schließe"

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4. Kindheit: Wie Siegmund seinem Maikäfer ein geneigtes Ohr liehe [sung text not yet checked]

Maikäfer, summ, summ, summ,
Nun sag' mir an, Warum?
Du fliegst am Fenster hin und her
Um willst mein Laub und Haus nicht mehr?
Was schwirrst Du so, was schnurrst Du so?
Warum bist Du nicht mehr so froh?

Lieb Kindlein, still, still, still!
Hör', was ich sagen will.
Wie sollt' ich denn wohl fröhlich seyn
In Deinem dunklen Haus allein,
So fern von frischer Himmelsluft,
Von lichtem Grün und Laubesduft?

Maikäfer, summ, summ, summ,
Nun sag mir an: Warum?
Wie? hab ich Fenster nicht gemacht
Und frisches Laub Dir stets gebracht?
Dein Haus in Sonnenschein gestellt
Und Dich geführt in Wald und Feld?

Lieb Kindlein, still, still, still!
Hör', was ich sagen will.
Wenn ich's mit Dir auch so gemacht,
Du würdest weinen Tag und Nacht,
Und wär' ich noch so gut dabei,
Du sprächst doch allzeit: Laß mich frei!

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5. Wie Siegmund sein Ross tummelte und zu Felde zog  [sung text not yet checked]

Wenn die bunten Blumen blühn,
Kriegt mein Kind ein Röcklein;
Wenn die Haseln werden grün,
Schneid' ich ihm ein Stöcklein.

Sitz nun auf, sitz auf geschwind!
Reiten sollst du heute,
Machst du's brav mein liebes Kind,
Freu'n sich alle Leute.

Mutter gibt dir Kuchenschnitt,
Vater gibt Rosinen.
Reit nun wacker Schritt vor Schritt!
Kannst sie bald verdienen.

Auch die kleinen Blümelein
Nicken auf und nieder:
Grüß dich Gott, lieb Brüderlein,
Nun, so komm bald wieder!

Auch die Vögel freu'n sich sehr
Rings auf allen Seiten,
Zwitschern fröhlich um dich her:
Ei, was kannst du reiten!

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