Vier Gesänge nach alten Gedichten

[incomplete]

Song Cycle by Ernst Křenek (1900 - 1991)

Word count: 299

1. Das unerkannte Gedicht 

Man lauert, sitzt und sinnt, verändert, schreibt, durchstreicht
 . . . . . . . . . .

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Authorship

2. Ein Rundum (an eine grosse Fürstin) [sung text not yet checked]

   An eine große f[ürstin]

Ein kleine weil, [als]1 ohn gefähr
ich euch in einem saal gefunden,
sah ich euch an, bald mehr und mehr
hat euer haar mein herz verbunden:
Ihr auch liebäugelten mir sehr,
dadurch ich, weiß nicht was, empfunden,
das meinem geist, dan leicht, dan schwer,
aus lieb und leid alsbald geschwunden
ein kleine weil;
bis ich von eurer augen lehr
und ihr von meiner seufzen mär
die schuldigkeit der lieb verstunden,
darauf wir heimlich, ohn unehr,
einander frölich überwunden
ein kleine weil.

Authorship

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1 Křenek: "da"; other changes may exist not noted.

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

3. Ein Anderes [sung text checked 1 time]

Ihr wisset was für schwere klagen, 
für große schmerzen, sorg und plagen 
mich eure Schönheit zart und rein 
und eurer braunen Augen schein 
schon lange zeit hat machen tragen. 
Was sollt ich euch dann weiters sagen, 
weil uns die lieb zugleich geschlagen, 
dann das uns jetzt kann füglich sein,
ihr wisset was.
Der halben länger nicht zu zagen, 
so wollet mir nu nicht versagen 
viel tausend Küß für tausend Pein; 
und weil wir beed jetzt und allein, 
so lasset uns auch vollends wagen 
ihr wisset was.

Authorship

Researcher for this text: Ferdinando Albeggiani

4. An sich [sung text not yet checked]

Sei dennoch unverzagt! Gib dennoch unverloren!
Weich keinem Glücke nicht, steh höher als der Neid,
Vergnüge dich an dir und acht es für kein Leid,
Hat sich gleich wider dich Glück, Ort und Zeit verschworen.
Was dich betrübt und labt, halt alles für erkoren;
Nimm dein Verhängnis an. Lass alles unbereut.
Tu, was getan muss sein, und eh man dir's gebeut.
[Was du noch hoffen kannst, das wird noch stets geboren.]1

Was klagt, was lobt man noch? Sein Unglück und sein Glücke
Ist ihm ein jeder selbst. [Schau alle Sachen an:
Dies alles ist in dir. Lass deinen eitlen Wahn,
Und eh du fürder gehst,]1 so geh in dich zurücke.
Wer sein selbst Meister ist und sich beherrschen kann,
Dem ist die weite Welt und alles untertan.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Elisabeth Siekhaus) , "To himself", copyright © 2007, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Elisabeth Siekhaus) (Daria Siekhaus) , "To himself", copyright © 2007, (re)printed on this website with kind permission

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1 omitted by Gál

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]