Drei Chansons aus Shakespeares Romeo und Juliet

Song Cycle by Boris Blacher (1903 - 1975)

Word count: 147

1. Drei Chansons (1) [sung text not yet checked]

Zwei hohe Häuser, gleich an Würdigkeit
 . . . . . . . . . .

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2. Einstige Sehnsucht liegt nun tot und kalt[sung text not yet checked]

[Einstige Sehnsucht]1 liegt nun tot und kalt,
Und junge Neigung tritt das Erbe an:
Die Schöne, der sein krankes Seufzen galt,  
Mit Julia verglichen, ist ein Wahn.
Geliebt ist Romeo jetzt und liebt entgegen,
Gefangen beide in der Blicke Maschen;
Der Feindin muß er sich zu Füßen legen,
Sie muß von spitzer Angel Liebe naschen.
Als Feind betrachtet, darf er nicht zu ihr,
Darf nicht, wie andre thun, ihr Liebe schwören;
Noch weniger darf sie der Herzbegier
Nachgeben und ihn sehen und erhören.
Doch Blut ist stark, und die gefäll'ge Zeit
Mischt in ihr Unglück höchste Seligkeit.

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Confirmed with Shakespeares Dramatische Werke, ed. by Alois Brandl, Leipzig und Wien: Bibliographisches Institut, 1897, page 404.

1 Blacher: "Die einst'ge Sehnsucht, sie"; further changes may exist not shown above.

Researcher for this text: Melanie Trumbull

3. So wilde Freude nimmt ein wildes Ende[sung text not yet checked]

So wilde Freude nimmt ein wildes Ende,
Und stirbt im höchsten Sieg, wie Feu’r und Pulver
Im Kusse sich verzehrt. Die Süßigkeit
Des Honigs widert durch ihr Uebermaß,
Und im Geschmack erstickt sie unsre Lust.
Drum liebe mäßig; solche Lieb’ ist stät:
Zu hastig und zu träge kommt gleich spät.

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Researcher for this text: Andrew Schneider [Guest Editor]