Zwei Dichtungen von Heine für 1 Singstimme mit Pianofortebegleitung

Song Cycle by Hugo Nolthenius (1848 - 1929)

Word count: 171

1. Was treibt dich umher, in der Frühlingsnacht? [sung text not yet checked]

Was treibt dich umher, in der Frühlingsnacht?
Du hast die Blumen toll gemacht,
Die Veilchen[, sie]1 sind erschrocken!
Die Rosen, sie sind vor Schaam so roth,
Die Liljen, sie sind so blaß wie der Tod,
Sie klagen und zagen und stocken!

O, lieber Mond, welch frommes Geschlecht
Sind doch die Blumen! Sie haben Recht,
Ich habe Schlimmes verbrochen!
Doch konnt' ich wissen, daß sie gelauscht,
Als ich von glühender Liebe berauscht,
Mit den Sternen droben gesprochen?

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Qu'est-ce qui te pousse par ici, dans la nuit de printemps ?", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Neue Gedichte von H. Heine. Hamburg, bei Hoffmann und Campe, 1844, page 24.

1 omitted by Gál

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Peter Rastl [Guest Editor]

2. Die Botschaft [sung text not yet checked]

Mein Knecht! steh auf und sattle schnell,
Und wirf dich auf dein Roß,
Und jage rasch durch Wald und Feld
Nach König Duncans Schloß.

Dort schleiche in den Stall, und wart,
Bis dich der Stallbub schaut.
Den forsch mir aus: "Sprich, welche ist
Von Duncans Töchtern Braut?"

Und spricht der Bub: "Die Braune ist's",
So bring mir schnell die Mär.
Doch spricht der Bub: "Die Blonde ist's",
So eilt das nicht so sehr.

Dann geh zum Meister Seiler hin,
Und kauf mir einen Strick,
Und reite langsam, sprich kein Wort,
Und bring mir den zurück.

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  • ENG English (Emily Ezust) , "The message", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Le message", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]