Drei Lieder für 1 tiefere Singst und Pianoforte

Song Cycle by Felix Paul Weingartner (1863 - 1942)

Word count: 265

1. Zweifelnder Wunsch  [sung text not yet checked]

Wenn Worte dir vom Rosenmunde wehen,
Bist du so schön! - gesenkten Angesichts
Und still, bist du so schön! - was soll ich flehen:
O rede mir!? o sage nichts!?

Drum laß mich zwischen beiden Himmeln schwanken,
Halb schweigend, sprechend halb, beglücke mich
Und flüstre mir, wie heimlich in Gedanken,
Das süße Wort: Ich liebe dich!

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Meine Braut  [sung text not yet checked]

An der duftverlornen Grenze
Jener Berge tanzen hold
Abendwolken ihre Tänze,
Leichtgeschürzt im Strahlengold.

Wenn ich nach den lichten Räumen
Jener Berg' hinüberseh',
Überschleicht es mich wie Träumen,
Faßt mein Herz ein dunkles Weh.

Und mir ist, als wohne drüben
Meine Braut und harr' in Schmerz,
Daß ich komme, sie zu lieben,
Eh' verblüht ist Wang und Herz.

Plötzlich treibt ein wildes Sehnen
Nach den Bergen mich, zu ihr,
Fluchtverstreute Wonnetränen
Stürzen aus den Augen mir.

Doch die Berge sich verdunkeln,
Und die Wolken werden Nacht;
Nicht ein Sternlein seh' ich funkeln,
Und der Sturm ist aufgewacht;

Scheltend ruft er mir entgegen:
Heißer Narr, wohin? verzeuch!
Deine Braut heißt Qual, - den Segen
Spricht das Unglück über euch!

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Neuere Gedichte von Nicolaus Lenau, Stuttgart, Hallberger'sche Verlagshandlung, 1838, page 26.


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

3. Emma  [sung text not yet checked]

Weit in nebelgrauer Ferne
Liegt mir das vergang'ne Glück,
Nur an Einem schönen Sterne
[Weilt]1 mit Liebe noch [der]2 Blick,
Aber [wie]3 des Sternes Pracht
Ist es nur [ein]4 Schein der Nacht.

Deckte dir der lange Schlummer,
Dir der Tod die Augen zu,
Dich besäße doch mein Kummer,
Meinem Herzen lebtest du.
Aber ach! du lebst im Licht,
Meiner Liebe lebst du nicht.

Kann der Liebe süß Verlangen,
Emma, kann's [vergänglich]5 seyn?
Was dahin ist und vergangen,
Emma, kann's die Liebe seyn?
[Ihrer Flamme Himmelsglut,
Stirbt sie, wie ein irdisch Gut?]6

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Aan Emma", copyright © 2007, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "To Emma", copyright ©
  • FIN Finnish (Suomi) (Erkki Pullinen) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "À Emma", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Ad Emma", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Gedichte von Friederich Schiller, Erster Theil, Leipzig, 1800, bey Siegfried Lebrecht Crusius, page 300, and with Musen-Almanach für das Jahr 1798, herausgegeben von Schiller. Tübingen, in der J.G.Cottaischen Buchhandlung, pages 115-116.

1 Reinthaler: "Hängt"
2 Krufft: "mein"
3 Reinthaler: "ach"
4 Reinthaler: "wie"
5 Reinthaler: "die Liebe"
6 First edition (Schiller's Musen-Almanach), and Krufft: "Ob der Liebe Lust auch flieht,/ Ihre Pein doch nie verglüht."

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Peter Rastl [Guest Editor]