Liebeslieder

Song Cycle by Hans Huber (1852 - 1921)

Word count: 489

1. In dem Laub am Strande [sung text not yet checked]

In dem Laub am Strande,
Wann die Sonne schied,
Wie zu leiser Klage
Rauscht der Wind sein Lied.

Übern Strom im Dunkeln
Rasche Wellen fliehn;
Aus des Wassers Brausen
Klingt's wie Melodien.

Droben gehen die Sterne
Ihren stillen Gang,
Doch den seligen Göttern
Tönt es wie Gesang.

Sei getrost! die Sterne,
Strom und Abendwind
Deine Brüder sind es,
Dichtung, schüchtern Kind!

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2. Liebessehnsucht kommt so traut [sung text not yet checked]

Liebessehnsucht kommt so traut
Mit dem Abendroth gezogen,
Und ein thränend Auge schaut
Auf zum klaren Himmelsbogen.

Wenn dieß Abendroth erglüht
Auch auf Ihren holden Wangen,
Weckt es wohl Ihr im Gemüth
Unbewußtes Traumverlangen

Nach dem Fernen, der nicht wagt,
Blick und Wort zu Ihr zu heben.
Hör' im Traum, wie Liebe klagt,
Nur im Traum, mein süßes Leben!

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3. Ich gäbe den Ring und die güldene Kett' [sung text not yet checked]

Ich gäbe den Ring und die güldene Kett'
 . . . . . . . . . .

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4. Die du still gegangen kommst [sung text not yet checked]

Die du still gegangen
Kommst, o kühle Nacht,
Schützerin der Seelen,
Deren Sehnsucht wacht,
Lass' sie kosten deine
Tiefe Einsamkeit,
Gib durch ferne Weiten
Ihrem Schmerz Geleit.

Doch auf ihren Schlummer,
Hohe Sternenfrau!
Gieß aus goldnen Strahlen
Milden Lebenstau,
Daß ihr Aug' erwache
Morgenrotverklärt,
Neuem Kampf der Tage
Freudig zugekehrt.

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5. Wie hab' ich die Sterne am Himmel so gern [sung text not yet checked]

Wie hab' ich die Sterne am Himmel so gern
 . . . . . . . . . .

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6. Fern dort über'm Strom bei Nacht [sung text not yet checked]

Fern dort überm Strom bei Nacht
Brennt so spät ein Lämpchen immer;
Sinnend vor dem Schlafengehn
Muß ich schau'n in das Geflimmer.

Und als hielte Geisterhand
Mir ein Fernrohr vor die Blicke,
Ist's als ob das stille Haus
Näher mir und näher rücke.

In dem Stübchen hell und klein
Stickt ein Mädchen an dem Rahmen;
Blumenkränze rings umziehn --
Könnt' ich's lesen! -- einen Namen.

Endlich steht sie auf; ihr Haupt
Seh' ich sie an's Fenster lehnen,
Hold geneigt, in stillem Schmerz,
Und ihr Auge blinkt von Thränen.

Doch das süße Bild zerrinnt
Auf der Nachtluft kühlen Schwingen.
Einsam will ich denken sein
Und der Sehnsucht Lieder singen.

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7. In der Sankt Johannisnacht [sung text not yet checked]

In der Sankt Johannis Nacht
Bei dem frühsten Morgenscheine
Hört man Jauchzen, Musiciren,
Ruderplätschern auf dem Rheine.

Wie der Schatten eines Kahns
Sieht man's auf den Fluthen schwimmen;
Dort, beim Wirbel, schwindet's wieder
Und verhallt sind jene Stimmen.

Eine Hochzeit soll es sein,
Die vor dreiundfünfzig Jahren
Nachts, bekräntzt, berauscht, mit Lichtern,
Singend über'n Strom gefahren.

Doch in Sankt Johannis Nacht
Will der Rhein sein Opfer haben;
Wog' auf Wog' umbraust den Nachen,
Bis die Tiefe ihn begraben.

O wie viele Jugend dort
Sich entriß dem süßen Leben!
Braut und Bräutigam, sie können
Nimmer sich zur Ruhe geben.

Darum einmal jedes Jahr
Hörst du früh im Morgenscheine
Wirre Stimmen, Jauchzen, Singen,
Ruderplätschern auf dem Rheine.

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8. Ich möchte schlafen gehn [sung text not yet checked]

Ich möchte schlafen gehn
Dort auf den grünen Matten;
Dort, wo die Tannen stehn,
Möcht' ich in ihrem Schatten,
Befreit von Herzensqual,
Zum letztenmal
Die blauen Wolken sehn
Und ewig schlafen gehn.

O langersehnte Lust,
Die Menschen zu vergessen
Und diese heiße Brust
In feuchten Tau zu pressen!
Kein Laut im weiten Raum --
Ein letzter Traum --
Und alles ist geschehn.
So möcht' ich schlafen gehn.

Ich habe lang' gewacht,
Von süßer Hoffnung trunken,
Nun ist in Todesnacht
Der Liebe Stern versunken.
Fahr' wohl, o Himmelslicht!
Ich klage nicht --
Doch wo die Tannen stehn,
Da möcht' ich schlafen gehn.

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