Heitere Stunden. Gesänge für vier Männerstimmen

by Victor Ernst Nessler (1841 - 1890)

Word count: 480

3. Lieber Dorn, als Horn [sung text not yet checked]

Mei Schatz hot Resede
Und  --  vielerloi no'
Gibt gern eme Jede
A Schträußle devo'. 

Mei Schatz der liebt 's Wandre,
Schpielt d' luschtig Theres',
Vom Oine zum Andre  -- 
Was hilft mi denn des?

Drum fort mit dem Ringle,
Mit Namen und Gflecht!
Wen freut son a Dingle,
Ischt d'Liebe net ächt? 

Jetzt such i mir a Plätzle,
Wie d'Lerchen am Roi',
Denn hot mer a Schätzle
So will mer's alloi.

A Braune mit Laune
Gibt's überall, schau,
Und find't sich koi' Braune,
A Schwarze thut's au'. 

Authorship

Confirmed with Adolf Grimminger, Lug-in's-land: Gedichte in schwäbischer Mundart, zweite Auflage, Stuttgart: J. G. Cotta'schen Buchhandlung, 1889, pages 75 - 76.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

4. Absagung [sung text not yet checked]

Was blick'st du mi so spöttisch an
 . . . . . . . . . .

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Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

5. Liebeshändel [sung text not yet checked]

Madel mit dem gold'nen Latz
und dem roten Mieder,
gib mer anen anz'gen Schmatz,
geb' ihn glei di wieder.
Buberl mit dem grünen Hut,
borge, das macht gräme.
Wenns mer sonst ka Leides tust,
kannst der anen nehme.

Stehle, ne, das mag i nit,
stehle, das is g'fährli,
gib mer a Busserl, Kind, i bitt',
gebe, das is ehri.
Ach, du böses Buberl du,
das kann doch nit gehe;
weißt, mach mal die Augen zu,
dass du's nit kannst sehe.

G'seh'n hab' i's nit, aber g'merkt,
Madel, das schmeckt prächti,
's hot mer so das Herz gestärkt,
glei no anen möcht' i.
Was der wohl tut, is ka Sünd',
macht mer ka Gewisse,
lass, wenn's so zusammen sich find't,
glei zusamm'n uns küsse.

Authorship

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Researcher for this text: Johann Winkler

6. Unterm Fenschter [sung text not yet checked]

Schtill ischt's, koi Blättle regt sich meh, 
Im diefschte Schlôf scheint alles z'schteh, 
Au 's Rösle vor dei'm Lädle; 
Blos d'Schternle no, die klüger sind, 
Sind wach und gucket sich schier blind 
Nôch dir, du herzigs Mädle.  

Und i, der Nachtschtill' gwohnter Gascht,  
Guck au nôch dir mit Seelebrascht, 
Oft bis zum helle Morge; 
Und aber du, an Engel no', 
Merkscht in dei'm Bettle nex devo, 
Schlôfscht goldig, wohlgeborge.  --  

O wär i d'Nachtigall zur Schtund, 
Wie wollt i net aus Herzensgrund 
Dir jetzt von Liebe singe! 
Hell sollt erschalle Ruf um Ruf:  
Wach uf, mei Dausetschö', wach uf, 
Zum seligschte Vollbringe!  

Môcht hange dir an Lipp und Wang
Und kusse di, so lang, so lang,
Ohn' Enden und Erkalte, 
Bis daß du mir in d'Auge säht'scht 
Und liebverschtohle sage thät'scht: 
"Dô hôscht me, kà'scht me b'halte." 

Authorship

Confirmed with Adolf Grimminger, Lug-in's-Land, Stuttgart: J. G. Cotta'schen Buchhandlung, 1873, pages 5 - 6.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

7. Kiltgang [sung text not yet checked]

Der Abend isch kumma, 
Der Tag isch herab, 
I steige vom Gaisstieg 
Zur Alme hinab. 
Mei Büchserl am Arm und 
Den Gemsbart am Huat, 
So gefall i mi selber 
Und gefalle mi guat! 

Hörst nit, wie die Sennrin 
Schöns Liedla singt, 
Daß einem das Herzerl 
Zum Leibe 'nas springt? 
Wo springt's denn hinüber, 
Wo fliegt's halt hinein? 
Bergab und thalüber, 
I muß hinterdrein! 

Wo durt af der Wiase 
Die Sennhütte steht, 
Da ischt's, wo af Buhlschaft 
Mei Herzerl ausgeht. 
Wie wallt mi das Bluat da 
Beim Mädli allein! 
Und thut mi ihr Schönheit 
Doch gar so gefrain! 

I geb ihr a Schmatzerl, 
Da lacht's halt darzua: 
"I bin au dei Schatzerl 
Und du bist mei Bua!" 
So hält sie mei Herzerl, 
Hält selber mi fest, 
--  Und bin i bei mei Diandl 
Schon manche Nacht gewest! 

Authorship

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Confirmed with Alpenbilder: Schilderungen aus Natur und Leben in der Alpenwelt, zweite vermehrte Auflage, zweiter Band, Leipzig: Bernhard Schlicke, 1869, pages 41 - 42.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

9. Mir sein luscht'ge Finke [sung text not yet checked]

Mir sein luscht'ge Finke
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Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author