German (Deutsch) translations of Drei Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte, opus 18
by John Böie (1822 - 1900)
Es [weiß]1 und rät es doch Keiner, Wie mir so wohl ist, so wohl! Ach, wüßt es nur Einer, nur Einer, Kein Mensch es sonst wissen [soll]2! So still ist's nicht draußen im Schnee, So stumm und verschwiegen sind [Die Sterne nicht in der Höhe]3, Als meine Gedanken sind. Ich [wünscht']4, es wäre schon Morgen, Da fliegen zwei Lerchen auf, Die überfliegen einander, Mein Herz folgt ihrem Lauf. Ich [wünscht']4, ich wäre ein [Vöglein]5 Und [zöge über das]6 Meer, Wohl über das Meer und weiter, Bis daß ich im Himmel wär'!
Text Authorship:
- by Joseph Karl Benedikt, Freiherr von Eichendorff (1788 - 1857), "Die Stille", appears in Gedichte, in 4. Frühling und Liebe
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View original text (without footnotes)Confirmed with Aus dem Leben eines Taugenichts und das Marmorbild. Zwei Novellen nebst einem Anhange von Liedern und Romanzen, Berlin, Vereinsbuchhandlung, 1826, pages 215-216. Note: the spelling has been modernized. In the edition cited, "rät" is spelled "räth".
Note: the Speyer score erroneously attributes the text to "Max von Eichendorff"
1 Bungert: "weiß es"; further changes may exist not shown above.2 Schumann: "sollt'"
3 Speyer: "Nicht die Sterne in der Höh'"
4 Becker: "wollt'"; Speyer: "wünschte"
5 Speyer: "Vögelein"
6 Becker: "flöge über's"
[Schließe mir]1 die Augen beide mit den lieben Händen zu; geht doch alles, was ich leide, unter deiner Hand zur Ruh. Und wie leise sich der Schmerz Well' [um]2 Welle schlafen [leget]3, [wie]4 der letzte Schlag sich [reget]5, füllest du mein ganzes Herz.
Text Authorship:
- by Theodor Storm (1817 - 1888), "Schließe mir die Augen beide"
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View original text (without footnotes)1 Karg-Elert: "Schliess mir du"
2 Wolff: "und"
3 Greger: "legt"
4 Karg-Elert: "wenn"
5 Greger: "regt"
[Gelassen]1 stieg die Nacht an's Land,
Lehnt träumend an der Berge Wand,
Ihr Auge sieht die goldne Wage nun
Der Zeit in gleichen Schalen stille ruhn;
Und [kecker]3 rauschen die Quellen hervor,
Sie singen der Mutter, der Nacht, in's Ohr
Vom Tage,
Vom heute gewesenen Tage.
Das uralt alte Schlummerlied,
Sie achtet's nicht, sie ist es müd';
Ihr klingt des Himmels Bläue süßer noch,
Der flücht'gen Stunden gleichgeschwung'nes Joch.
Doch immer behalten die Quellen das Wort,
Es singen die Wasser im Schlafe noch fort
Vom Tage,
Vom heute gewesenen Tage.
Text Authorship:
- by Eduard Mörike (1804 - 1875), "Um Mitternacht"
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View original text (without footnotes)Confirmed with Eduard Friedrich Mörike, Gesammelte Schriften, Erster Band, G. J. Göschen'sche Verlagshandlung, 1878, page 138.
1 Franz, Wallnöfer: "Bedächtig" (from an earlier version of Mörike's poem)2 Wallnöfer: "ins"
3 Franz: "kecker nur"