German (Deutsch) translations of Zwölf kleine Lieder für 1 mittlere Singstimme mit Pianoforte, opus 1
by Robert Hermann (1869 - 1912)
Am leuchtenden [Sommermorgen]1 Geh' ich im Garten herum. Es flüstern und sprechen die Blumen, [Ich aber, ich wandle stumm.]2 Es flüstern und sprechen die Blumen, Und [schaun]3 mitleidig mich an: Sei [unserer]4 Schwester nicht böse, Du trauriger blasser Mann.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Buch der Lieder, in Lyrisches Intermezzo, no. 45
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View text without footnotesConfirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 150.
Note for stanza 1, line 4: Heine's first version of this poem had "Ich aber wandle stumm."
1 Gaul: "Frühlingsmorgen"; further changes may exist not shown above.2 Schumann: "Ich aber wandle stumm"
3 Franz: "schauen"
4 Franz, R. Schumann: "unsrer"
Die Mitternacht war [kalt]1 und stumm; Ich irrte klagend im Wald herum. Ich habe die [Bäum']2 aus dem Schlaf gerüttelt; Sie haben mitleidig die Köpfe geschüttelt.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Buch der Lieder, in Lyrisches Intermezzo, no. 61
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View text without footnotesConfirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 165.
1 Gus: "so kalt"; further changes may exist not shown above.2 Lachner: "Bäume"
Ein [Fichtenbaum]1 steht einsam Im Norden auf kahler Höh'; Ihn schläfert; mit weißer Decke Umhüllen ihn Eis und Schnee. Er träumt von einer Palme, Die fern im Morgenland, Einsam und [schweigend]2 trauert Auf brennender Felsenwand.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Buch der Lieder, in Lyrisches Intermezzo, no. 33
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View text without footnotesConfirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 137.
1 Biegeleben: "Tannenbaum"; further changes may exist not shown above.2 Marx: "schweigsam"
Hör' ich das Liedchen klingen, Das einst die Liebste sang, [So will mir die Brust]1 zerspringen [Vor]2 wildem [Schmerzendrang.]3 [Es treibt mich]4 ein dunkles Sehnen Hinauf [zur]5 Waldeshöh', Dort löst sich auf in Tränen Mein übergroßes Weh'.
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- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Buch der Lieder, in Lyrisches Intermezzo, no. 40
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View text without footnotesConfirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 145.
1 Meyerbeer: "Will mir das Herz"2 Schumann: "Von"
3 Franz, Hinrichs: "Schmerzensdrang"
4 Meyerbeer: "Mich treibt"
5 Hinrichs: "zu der"
Schöne, helle, goldne Sterne, Grüßt die Liebste in der Ferne, Sagt, daß ich noch immer sei Herzekrank und bleich und treu.
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- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Nachgelesene Gedichte 1812-1827, no. 66
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Mein Liebchen, wir sassen beisammen, Traulich im leichten Kahn. Die Nacht war still, und wir schwammen Auf [weiter]1 Wasserbahn. Die Geisterinsel, die schöne, Lag dämm'rig im Mondenglanz; Dort klangen liebe Töne, [Dort]2 wogte der Nebeltanz. Dort klang es lieb und lieber, Und wogt' es hin und her; Wir aber schwammen vorüber, Trostlos auf weitem Meer.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Buch der Lieder, in Lyrisches Intermezzo, no. 42
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View text without footnotesConfirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 147.
1 Franz: "öder"2 Franz: "Und"
Aus meinen großen Schmerzen Mach' ich die kleinen Lieder; Die heben ihr klingend Gefieder Und flattern nach ihrem Herzen. Sie fanden den Weg zur Trauten, Doch kommen sie wieder und klagen, Und klagen, und wollen nicht sagen, Was sie im Herzen schauten.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Buch der Lieder, in Lyrisches Intermezzo, no. 36
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Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 139.
Aus meinen Tränen sprießen Viel blühende Blumen hervor, Und meine Seufzer werden Ein Nachtigallenchor. Und wenn du mich lieb hast, Kindchen, Schenk' ich dir die Blumen all', Und vor deinem Fenster soll klingen Das Lied der Nachtigall.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Buch der Lieder, in Lyrisches Intermezzo, no. 2
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Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 113.
[Und]1 wüßten's die Blumen, die kleinen, Wie tief verwundet mein Herz, Sie würden mit mir weinen, Zu heilen meinen Schmerz. Und wüßten's die Nachtigallen, Wie ich so traurig und krank, Sie ließen fröhlich erschallen Erquickenden Gesang. Und wüßten sie mein Wehe, Die [goldnen]2 Sternelein, Sie kämen aus [ihrer Höhe]3, Und sprächen Trost mir ein. [Die alle]4 können's nicht wissen, Nur [eine]5 kennt meinen Schmerz; [Sie]6 hat ja selbst zerrissen, Zerrissen mir das Herz.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Buch der Lieder, in Lyrisches Intermezzo, no. 22
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View text without footnotesConfirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 128.
Note: Christian Jost's setting begins "Zerrissen mir das Herz" (the last line) and then follows the rest of the text.
1 Jost: "Zerrissen mir das Herz./ Und"2 Jost, Schumann: "goldenen"; Lenz: "kleinen"
3 Lenz: "ihren Höhen"
4 André, Jost, Schumann: "Sie alle"; Lenz: "Sie alle, sie"
5 Hensel: "einer"; Lenz: "eine, die"
6 Hensel: "Er"
Dein Angesicht so lieb und schön, Das hab' ich jüngst im Traum gesehn, Es ist so mild und engelgleich, Und doch so bleich, so [schmerzenbleich]1. Und nur die Lippen, die sind rot; Bald aber küßt sie bleich der Tod. Erlöschen wird das Himmelslicht, Das aus den frommen Augen bricht.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), appears in Buch der Lieder, in Lyrisches Intermezzo, no. 5, from Winterzyklus, no. 4
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View text without footnotesConfirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 114.
1 Schumann: "schmerzenreich"Am Kreuzweg wird begraben Wer selber sich brachte um; [Dort]1 wächst eine blaue Blume, Die [Armesünderblum']2. Am Kreuzweg [stand]3 ich und seufzte; Die Nacht war kalt und stumm. Im Mondschein bewegte sich langsam Die [Armesünderblum']2.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Buch der Lieder, in Lyrisches Intermezzo, no. 62
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View text without footnotesConfirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 166.
1 Griffes: "Da"2 Cahn-Speyer: "Armensünderblum' "
3 White: "sass"
Nacht liegt auf den fremden Wegen, –
Krankes Herz und müde Glieder; –
Ach, da fließt, wie stiller Segen,
Süßer Mond, dein Licht hernieder.
Süßer Mond, mit deinen Strahlen
Scheuchest du das nächt’ge Grauen;
Es zerrinnen meine Qualen,
Und die Augen überthauen.
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- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, written 1823-1824, appears in Buch der Lieder, in Die Heimkehr, no. 86, first published 1826
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Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Die Heimkehr, Hamburg, Hoffmann und Campe, 1827, page 256. Modern German would change the spelling of "überthauen" to "übertauen". First included in Rheinische Flora, no. 12