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German (Deutsch) translations of Sechs Lieder, opus 7

by Johanna Kinkel (1810 - 1858)

1. Nachtlied
 (Sung text)
by Johanna Kinkel (1810 - 1858), "Nachtlied", op. 7 (Sechs Lieder) no. 1 (1838), published [1838] [ voice and piano ], confirmed with Meine Lieder. Den Freunden aufgezeichnet, Berlin, 1861, Verlag der Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei, page 49
Language: German (Deutsch) 
Der Mond kommt still gegangen
Mit seinem goldnen Schein,
Da schläft in holdem Prangen 
Die müde Erde ein.

Im Traum die Wipfel weben,
Die Quellen rauschen sacht;
Singende Engel durchschweben
Die blaue Sternennacht

Und auf den Lüften schwanken
Aus manchem treuen Sinn
Viel tausend Liebesgedanken
Über die Schläfer hin.

Und drunten im Thale funkeln
Die Fenster von Liebchens Haus;
Ich aber blicke im Dunkeln
Still in die Welt hinaus.

Text Authorship:

  • by Emanuel von Geibel (1815 - 1884), "Nachtlied", appears in Jugendgedichte, in 1. Erstes Buch, in Lübeck und Bonn

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Note: in Lachner's score, the first word of stanza 4 is "Da" but becomes "Und" in the repetition.

by Emanuel von Geibel (1815 - 1884)
2. Wunsch
 (Sung text)
by Johanna Kinkel (1810 - 1858), "Wunsch", op. 7 (Sechs Lieder) no. 2 (1838), published [1838] [ voice and piano ]
Language: German (Deutsch) 
Im Meere möcht' ich fahren
Mit dir, mit dir allein,
Möcht' auf einsamem Eiland
Mit dir verschlagen sein!
 
Da wären nicht Muhmen und Basen,
Nur du und ich allein,
Da würdest du nicht so spröde,
Nicht hart und grausam sein!
 
Da schlängst du die Lilienarme
Mir liebend um Hals und Brust,
Und ich, ich dürfte dich küssen,
Nach meines Herzens Lust!
 
Wir säßen und strickten uns Netze
Und fingen uns Fische im Meer,
Und Gast wär' allein die Liebe
Und weiter niemand mehr.
 
Im Meere möcht' ich fahren
Mit dir, mit dir allein,
Möcht' auf einsamem Eiland
Mit dir verschlagen sein!

Text Authorship:

  • by August Kopisch (1799 - 1853), "Schifferlied"

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by August Kopisch (1799 - 1853)
3. Vorüberfahrt
 (Sung text)
by Johanna Kinkel (1810 - 1858), "Vorüberfahrt", op. 7 (Sechs Lieder) no. 3 (1838), published [1838] [ voice and piano ]
Language: German (Deutsch) 
Ihr Liebe flüsternden Linden!
Am Wege rechter Hand,
Ihr streckt herüber die Zweige
Und grüßt mich so wohl bekannt.
 
Ihr zeigt mir rosig beleuchtet
Die Türme der freien Stadt,
Die meine glühendste Liebe
Und Qual geboren hat.
 
Es zieht zum gotischen Tore
Mich wie mit Gewalt herein,
Vielleicht begegn' ich dem Liebsten,
Doch ach! Das darf ja nicht sein.
 
Ich möchte weilen so gerne
An dem geliebten Ort;
Doch alles hat sich verschworen 
Und reißt mich grausam fort.
 
Ihr unerbittlichen Räder,
So steht denn euer sinn
Zu rollen, immer zu rollen
Ins ferne Blaue dahin.
 
Die flücht'gen Rosse verstehen
Mein inn'res Sehnen nicht,
Sie jagen brausende vorüber,
Ob auch das Herz mir bricht.

Text Authorship:

  • by Johanna Kinkel (1810 - 1858)

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by Johanna Kinkel (1810 - 1858)
4. Die Lorelei
 (Sung text)
by Johanna Kinkel (1810 - 1858), "Die Lorelei", op. 7 (Sechs Lieder) no. 4, published [1838] [ voice and piano ]
Language: German (Deutsch) 
  Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
Daß ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.

  Die Luft ist kühl und es dunkelt,
Und ruhig fließt der Rhein;
Der Gipfel des Berges funkelt
Im Abendsonnenschein.

  Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar,
Ihr goldnes Geschmeide blitzet
Sie kämmt ihr goldnes Haar.

  Sie kämmt es mit goldenem Kamme
Und singt ein Lied dabei;
Das hat eine wundersame,
Gewalt'ge Melodei.

  Den Schiffer im kleinen Schiffe
Ergreift es mit wildem Weh;
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Er schaut nur hinauf in die Höh'.

  Ich glaube, am Ende verschlingen 
Die Wellen Schiffer und Kahn;
Und das hat mit ihrem Singen
Die Lorelei gethan.

Text Authorship:

  • by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Buch der Lieder, in Die Heimkehr, no. 2

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Confirmed with: Heinrich Heine’s sämtliche Werke in vier Bänden, herausgegeben von Otto F. Lachmann, Erster Band, Leipzig: Druck und Verlag von Philipp Reclam jun, [1887], pages 116-117.

by Heinrich Heine (1797 - 1856)
5. An den Mond
 (Sung text)
by Johanna Kinkel (1810 - 1858), "An den Mond", op. 7 (Sechs Lieder) no. 5 (1838), published [1838], stanzas 1,3-9 [ voice and piano ]
Language: German (Deutsch) 
Füllest wieder Busch und Thal
Still mit Nebelglanz,
Lösest endlich auch einmal
Meine Seele ganz;

 ... 

Jeden Nachklang fühlt mein Herz
Froh- und trüber Zeit,
Wandle zwischen Freud' und Schmerz
In der Einsamkeit.

Fließe, fließe, lieber Fluß!
Nimmer werd' ich froh,
So verrauschte Scherz und Kuß,
Und die Treue so.

Ich besaß es doch einmal,
Was so köstlich ist!
Daß man doch zu seiner Qual
Nimmer es vergißt!

Rausche, Fluß, das Thal entlang,
Ohne Rast und Ruh,
Rausche, flüstre meinem Sang
Melodien zu,

Wenn du in der Winternacht
Wüthend überschwillst,
Oder um die Frühlingspracht
Junger Knospen quillst.

Selig, wer sich vor der Welt
Ohne Haß verschließt,
Einen Freund am Busen hält
Und mit dem genießt,

Was, von Menschen nicht gewußt
Oder nicht bedacht,
Durch das Labyrinth der Brust
Wandelt in der Nacht.

Text Authorship:

  • by Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), "An den Mond", written 1777, first published 1789

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Note: The initial version of this poem, sent to Charlotte von Stein in March 1778, has not been published by Goethe (see below).

by Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)
6. Die Zigeuner  [sung text not yet checked]
by Johanna Kinkel (1810 - 1858), "Die Zigeuner", op. 7 (Sechs Lieder) no. 6 (1838), published [1838] [ voice and piano ]
Language: German (Deutsch) 
Im Schatten des Waldes, im Buchengezweig,
Da [regt sich's und raschelt's]1 und flüstert zugleich.
Es flackern die Flammen, es gaukelt der Schein
Um bunte Gestalten, um Laub und Gestein.

Das ist der Zigeuner bewegliche Schaar,
Mit blitzendem [Aug' und mit]2 wallendem Haar,
Gesäugt an des Niles geheiligter Flut,
Gebräunt von Hispaniens südlicher Glut.

Um's lodernde Feuer in schwellendem Grün,
Da lagern die Männer verwildert und kühn,
Da kauern die Weiber und rüsten das Mahl,
Und füllen geschäftig den alten Pokal.

Und Sagen und Lieder ertönen im Rund,
Wie Spaniens Gärten so blühend und bunt,
Und magische Sprüche für Not und Gefahr
Verkündet die Alte der horchenden Schaar.

Schwarzäugige Mädchen beginnen den Tanz.
Da sprühen die Fackeln im rötlichen Glanz.
[Heiß]3 lockt die Guitarre, die Zimbel [erklingt]4.
Wie [wilder]5 und wilder der Reigen sich schlingt.

Dann ruhn sie ermüdet von nächtlichen Reihn.
Es rauschen die [Wipfel]6 in Schlummer sie ein.
Und die aus der [sonnigen]7 Heimat verbannt,
sie schauen im [Traum das gesegnete]8 Land.

Doch wie nun im Osten der Morgen erwacht,
Verlöschen die schönen Gebilde der Nacht,
[Laut]9 scharret das Maultier bei Tagesbeginn,
Fort ziehn die Gestalten. -- Wer sagt dir, wohin?

Text Authorship:

  • by Emanuel von Geibel (1815 - 1884), "Zigeunerleben", appears in Jugendgedichte, in 1. Erstes Buch, in Lübeck und Bonn

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View original text (without footnotes)

Note for stanza 5, line 3, word 6: "Zimbel" is sometimes spelled "Cymbel"
1 Randhartinger: "regt sich's und raschelt"; Schumann: "regt's sich und raschelt"
2 Randhartinger: "Auge, mit"
3 Randhartinger, Schumann: "Es"
4 Schumann: "klingt"
5 Schumann: "wild"
6 Randhartinger, Schumann: "Buchen"
7 Randhartinger, Schumann: "glücklichen"
8 Randhartinger, Schumann: "Traume das glückliche"
9 Randhartinger, Schumann: "Es"

by Emanuel von Geibel (1815 - 1884)
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