by John Henry Mackay (1864 - 1933)
Heimliche Aufforderung
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
Auf, hebe die funkelnde Schale empor zum Mund, Und trinke beim Freudenmahle dein Herz gesund. Und wenn du sie hebst, so winke mir heimlich zu, Dann lächle ich und dann trinke ich still wie du... Und still gleich mir betrachte um uns das Heer Der trunknen Schwätzer -- verachte sie nicht zu sehr. Nein, hebe die blinkende Schale, gefüllt mit Wein, Und laß beim lärmenden Mahle sie glücklich sein. Doch hast du das Mahl genossen, den Durst gestillt, Dann verlasse der lauten Genossen festfreudiges Bild, Und wandle hinaus in den Garten zum Rosenstrauch, Dort will ich dich dann erwarten nach altem Brauch, Und will an die Brust dir sinken, eh du's erhofft, Und deine Küsse trinken, wie ehmals oft, Und flechten in deine Haare der Rose Pracht. O komme, du wunderbare, ersehnte Nacht!
View text with all available footnotes
Research team for this page: Lawrence Snyder , Johann Winkler
Text Authorship:
- by John Henry Mackay (1864 - 1933), "Heimliche Aufforderung" [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Research team for this page: Lawrence Snyder , Johann Winkler
This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
Line count: 16
Word count: 138