Mir ist so wohl, so weh
Am stillen Erlafsee.
Heilig Schweigen
In Fichtenzweigen.
Regungslos
Der dunkle Schooß;
Nur der Wolken Schatten flieh'n
Überm glatten Spiegel hin.
Feenbild, was willst du mir,
So umschwebst du mich auch hier?
Weiche aus dem Land der Hirten.
Hier gedeihen keine Myrthen;
Schilfgras nur und Tannenwucht
Kränzen diese stille Bucht.
Frische Winde
Kräuseln linde
Das Gewässer;
Und der Sonne
Güldne Krone
Flimmert blässer.
Ach, weine nicht, du süßes Bild!
Der Wellendrang ist bald gestillt,
Und glatter See, und Lüfte lau,
Erheitern dich, du Wunderfrau.
Des Sees Rand
Umschlingt ein Band,
Aus lichtem Grün gewunden:
Es ist der Fluß,
der treiben muß
Die Sägemühlen unten.
Unwillig krümmt er sich am Steg
Von seiner schönen Mutter weg,
Und fließt zu fernen Gründen.
Wirst, Liebe! auch mit holder Hand,
Des Sängers ernstes Felsenland,
Mit Blüthenroth umwinden?
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• F. Schubert
F. Schubert sets stanzas 1, 3
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Confirmed with Gedichte von Johann Mayrhofer. Wien. Bey Friedrich Volke. 1824, pages 94-95; and with Mahlerisches Taschenbuch für Freunde interessanter Gegenden Natur- und Kunst Merkwürdigkeiten der Österreichischen Monarchie. Sechster Jahrgang. Wien, 1818. Im Verlage bey Anton Doll, pages 185-186. Note: the original title was "Erlafsee"; later anthologies gave the poem the title "Am Erlaf-See".
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[Guest Editor] This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
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I am so happy, and so sad,
by the still Lake Erlaf;
the holy silence
in the branches of the spruce,
motionless
blue depths,
with only the shadows of the clouds flying
over the smooth mirror;
fresh winds
gently crease
the water,
and the sun's
golden corona
shimmers more palely.