by Caroline Pichler (1769 - 1843)
Klag', o meine Flöte! klage
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
Alexis Klag', o meine Flöte! klage Die entschwundnen schönen Tage, Und des Frühlings schnelle Flucht, Hier auf den verwelkten Fluren, Wo mein Geist umsonst die Spuren Süß gewohnter Freuden sucht! Klag', o meine Flöte! klage! Einsam rufest du dem Tage, Der dem Schmerz zu spät erwacht. Einsam schallen meine Lieder, Nur das Echo hallt sie wieder Durch die Schatten stiller Nacht. Klag', o meine Flöte! klage Die entflohnen schönen Tage, Wo ein Herz, das mir nur schlug, Deinen sanften Liedern lauschte, Zürnend, wenn ein Zephyr rauschte, Und den kleinsten Laut vertrug. Klag', o meine Flöte! klage! Nimmer kehren diese Tage! Ungerührt hört Delia Meiner Lieder banges Sehnen, Sie, die ich bey deinen Tönen Oft in Lust verloren sah! Klag', o meine Flöte! klage! Kürzt den Faden meiner Tage Bald der strengen Parze Stahl; Klage dann auf Lethe's Matten Irgend einem guten Schatten Meine Lieb' und meine Qual!
About the headline (FAQ)
View text with all available footnotesConfirmed with Idyllen. von Carolina Pichler, gebornen von Greiner. Wien Im Verlage bey Anton Pichler. 1803, pages 28-29; and with Sämmtliche Werke von Caroline Pichler, gebornen von Greiner. Zwölfter Theil. Wien, 1813. Gedruckt und im Verlage bey Anton Strauß, pages 34-35.
Text Authorship:
- by Caroline Pichler (1769 - 1843), no title, appears in Idyllen, in 3. Der Sänger am Felsen, first published 1803 [author's text checked 3 times against a primary source]
Go to the general view
Research team for this page: Richard Morris , Sharon Krebs [Senior Associate Editor], Peter Rastl [Guest Editor]
This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
Line count: 31
Word count: 154