by Aaron Pollak (1765 - 1829)
Frühlingslied
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Language: German (Deutsch)
Geöffnet sind des Winters Riegel, Entschwunden ist sein Silberflor, Hell blinken der Gewässer Spiegel, Die Lerche schwingt sich hoch empor, Wie durch Salomo's Zaubersiegel Geweckt, ertönt der Freude Chor. Der Frühling schwebt auf die Gefilde, Und lieblich wehet Zephir nur, Der Blumendüfte süße Milde Erhebt sich in der Luft Azur; In der Verklärung Wunderbilde Empfängt uns lächelnd die Natur. Schon prangen goldgeschmückt Sylphiden, Und Florens Reich erblüht verschönt; Rings waltet Lust und stiller Frieden, Der Hain ist nun mit Laub bekrönt. Wer fühlet, ihm ist Glück beschieden, Weil Eros süßer Ruf ertönt. Empfanget denn mit trautem Gruße Den holden Lenz, den Schmuck der Welt, Der weihend uns mit leisem Kusse Des Daseins Rosenbahn erhellt, Der hold uns winkt zum Hochgenusse Und jedes Herz mit Wonne schwellt.
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Confirmed with Allgemeine Theaterzeitung und Unterhaltungsblatt für Freunde der Kunst, Literatur und des geselligen Lebens. Ein und zwanzigster Jahrgang. Nr. 43. Wien, Dinstag, den 8. Aprill 1828. Herausgeber und Redacteur: Adolf Bäuerle, page 169.
Text Authorship:
- by Aaron Pollak (1765 - 1829), "Frühlingslied" [author's text checked 1 time against a primary source]
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